Grasbrunn plant vier öffentliche Trinkbrunnen – Installation bis zum Sommer

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Ein möglicher Standort für einen öffentlichen Trinkwasserbrunnen wäre der Wasserturm in Harthausen. © bb

Zwei Standorte stehen fest, zwei müssen noch geprüft werden. Die Trinkwasserbrunnen werden bis zu 90 Prozent gefördert und kosten 30.000 Euro.

Grasbrunn – Im Frühjahr 2026 sollen vier öffentlich zugängliche Trinkwasserbrunnen in Grasbrunn gebaut werden. Feststehen die Standorte im Wilhelm-Dresel-Park neben dem Fasanenbrunnen und am St.-Ulrich-Platz in Grasbrunn. Die beiden möglichen Standorte am Wasserturm in Harthausen sowie am Sportpark müssen erst noch geprüft werden, ob sie für Trinkwasser geeignet sind.

Klimaschutzmanagerin Claudia Amoruso Blasco erläuterte im Gemeinderat, dass im Zuge der Umsetzung der EU-Trinkwasserrichtlinie das Wasserhaushaltsgesetz (WHG) im Januar 2023 novelliert wurde. Darin wird festgelegt, dass die öffentliche Wasserversorgung künftig auch die Bereitstellung von Leitungswasser an öffentlichen Orten umfasst. Für die Gemeinde gewinne der Zugang zu Trinkwasser im öffentlichen Raum durch die Klimakrise zunehmend an Bedeutung. Bei Hitze beuge öffentliches Trinkwasser der Dehydrierung vor. Die Errichtung von Brunnen stelle eine wirkungsvolle Maßnahme zum Gesundheitsschutz und zur Verbesserung der Lebensqualität dar. Zudem werden zwei Trinkwasserbrunnen je Gemeinde mit bis zu 90 Prozent der Kosten oder 10 000 Euro je Brunnen gefördert. Der Antrag auf Fördermittel wurde laut Amoruso Blasco fristgerecht eingereicht.

Geplant hat die Gemeinde vier Trinkwasserbrunnen der Firma „Beulco“, sie zeichnen sich aus durch eine einfache Reinigung, eine unkomplizierte Montage sowie einen stabilen und widerstandsfähigen Korpus. Die Brunnen sind barrierefrei gestaltet und ermöglichen den Zugang zu sauberem Trinkwasser. Der Anschluss erfolgt über das Versorgungsnetz durch die Gemeindewerke Grasbrunn (GwG). Vorgegebene Spülintervalle verhindern eine Stagnation in den Leitungen. Die Brunnen sind so konzipiert, dass sie für den Winter einfach abgebaut werden können, um unnötige Schäden und Instandhaltungskosten zu vermeiden.

Ein Trinkwasserbrunnen soll am Bürgermeister-Wilhelm-Dresel-Park in Neukeferloh neben dem Vogelbrunnen gebaut werden. Dieser Bereich ist ein wichtiger Treffpunkt für Bürger und ein repräsentativer Ort im Gemeindegebiet. Der zweite Brunnen wird am St.-Ulrich-Platz in Grasbrunn gebaut, der Platz ist das Herzstück des Gemeindeteils, dort verläuft auch der bekannte Isar-Panorama-Radweg. Ein weiterer Standort wäre am Wasserturm in Harthausen, wo es bislang ein nicht trinkwasserkonformes Waschbecken gibt. Dessen Umfunktionierung sollen die GwG prüfen. Ebenso den vierten Standort am Sportpark im Bereich der Fußwaschanlage. Die GwG soll die Brunnen bis zum Frühsommer 2026 installieren. Dafür sind Haushaltsmittel in Höhe von 30 000 Euro sowie die jährlichen Betriebskosten von 2000 Euro eingeplant.

Johannes Seitner (FW) bezweifelt, ob der Standort neben dem Fasanenbrunnen wirklich gut ist. „Da gibt es doch seit Jahren sehr viel Vandalismus.“ Bürgermeister Klaus Korneder (SPD) antwortete, dass dies der Vergangenheit angehöre. „Wir haben dort sehr viel Stahl eingearbeitet, seither war nichts mehr.“ Karl Humplmair (CSU) sagte, der Brunnen am Wasserturm in Harthausen habe lange gut funktioniert. „Der wurde erst kürzlich abgedreht, den muss man einfach wieder aufdrehen, dann fließt Wasser.“