Bis zu 2.500 Euro Bußgeld: Darum gehören alte Bankkarten auf keinen Fall in den Hausmüll

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Viele werfen alte Bankkarten gedankenlos in den Hausmüll. Doch wer die Regeln zur Entsorgung nicht kennt, riskiert ein Bußgeld.

Plastikkarten aus dem Geldbeutel landen nach ihrem Ablaufdatum oft schnell im Müll. Doch gerade beim Thema Bankkarte gibt es einiges zu beachten, was vielen Verbrauchern nicht klar ist. Die falsche Entsorgung kann nicht nur teuer werden, sondern auch zum echten Risiko für sensible Daten werden.

Eine Sparkassen-Girokarte die zum Bezahlen auf ein Karten-Lesegerät gehalten wird.
Wenn die Giro- oder EC-Karte abläuft, gilt es, einige Dinge bei der Entsorgung zu beachten. © Michael Bihlmayer/Imago

Was viele nicht wissen: Die EC- oder Debitkarte zählt streng genommen als kleines Elektrogerät. Wer sich also zu schnell verabschiedet und sie einfach in den Hausmüll gibt, muss mit empfindlichen Bußgeldern rechnen. Dazu kommt eine oft unterschätzte Gefahr: Ihre persönlichen Daten könnten in falsche Hände geraten.

Bankkarte entsorgen: Was das Elektro- und Elektronikgerätegesetz vorschreibt

Nach dem Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG) gilt die Entsorgung von Bankkarten im Hausmüll als Ordnungswidrigkeit und kann mit einem Bußgeld geahndet werden. Das Gesetz sieht hierfür je nach Schwere des Verstoßes und Ermessen der Behörden Bußgelder von bis zu 100.000 Euro vor. In der Praxis bewegen sich die Summen für Privatpersonen meist zwischen 50 und 2.500 Euro.

Bankkarten gelten wie alte Handys oder Kabel als Elektroaltgeräte und dürfen nicht in den normalen Müll. Stattdessen müssen sie zu speziellen Sammelstellen auf dem Wertstoffhof oder, sofern von der Bank angeboten, in Rücknahmeboxen gegeben werden. Wer sich unsicher ist, erhält Informationen dazu in der eigenen Bankfiliale. Auch interessant: Wer Garagen falsch nutzt, muss mit Mega-Bußgeld rechnen.

Doppelt sicher: Schutz vor Bußgeld und Datenmissbrauch bei alten Bankkarten

Ein wichtiges Thema bleibt der Datenschutz: Auf abgelaufenen Bankkarten finden sich häufig noch persönliche Informationen wie Name, Kartennummer, Chip oder Magnetstreifen. Viele Banken empfehlen deshalb, die Karte vor der Abgabe unkenntlich zu machen, am besten indem sie komplett zerschnitten wird, insbesondere an Chip und Magnetstreifen. Erst danach sollte sie abgegeben werden, damit keine Daten in falsche Hände geraten können.

Wo kann man die Karte richtig entsorgen?

Nicht nur Banken nehmen abgelaufene Karten zurück. Auch manche Supermärkte mit speziellen Sammelstellen sowie örtliche Wertstoffhöfe sind für die fachgerechte Entsorgung zuständig. Die Rückgabe ist meist unkompliziert und kostenlos. Viele Verbraucher kennen solche Angebote gar nicht oder wissen nicht, dass die Bankkarte überhaupt ein Fall für den Recyclinghof ist.

Unsachgemäße Entsorgung birgt also doppeltes Risiko: Neben möglichen Bußgeldern besteht die Gefahr von Datenmissbrauch oder Identitätsdiebstahl. Sorgfältige Trennung und der richtige Umgang mit alten Karten sorgen für Sicherheit und schützen vor unnötigen Problemen. Ebenso wie Karten sollten auch alte CDs niemals im Müll landen.

Информация на этой странице взята из источника: https://www.merkur.de/verbraucher/so-vermeiden-sie-bussgeld-bei-entsorgung-ihrer-alten-bankkarte-94163957.html