Erding Gladiators zeigen blutleere Vorstellung gegen Passau

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Klassische Bauchlandung: Mal wieder am Boden ist Erdings Torwart David Zabolotny, hier hat er am Freitag eins der sechs Gegentore gegen Passau um Jonas Stern (r.) kassiert. Auch Jesse Kauhanen (M.) ist bedient. © Christian Riedel

Die Erding Gladiators zeigten am Freitag eine enttäuschende Leistung im Heimspiel gegen die Passau Black Hawks. Die nächste Niederlage folgte am Sonntag.

Erding – Eine enttäuschende, über weite Strecken lustlose und blutleere Vorstellung haben die Erding Gladiators am Freitag im Heimspiel gegen die Passau Black Hawks gezeigt. Die Niederbayern gewannen verdient 6:2 (2:1, 3:0, 1:1). Die Gladiators hatten sich viel vorgenommen, gehofft, gegen Passau ihre kleine Siegesserie auszubauen, um Anschluss an die Pre-Playoff-Plätze zu bekommen. Doch denkste!

Erding steht erneut mit leeren Händen da

Nach der blamablen Pleite am Freitag standen die Erding Gladiators auch am Sonntagabend mit leeren Händen da. Auch wenn die Mannschaft von Trainer Thomas Daffner ein anderes Gesicht zeigte, ging die Partie bei den Höchstadt Alligators 1:3 (0:0, 0:1, 1:2) verloren.

Die Gladiators standen hinten kompakt, sodass sich kaum Chancen für die Gastgeber ergaben. Und was wirklich aufs Erdinger Tor kam, wurde eine sichere Beute von Keeper David Zabolotny. Weil sich aber auf der anderen Seite der Gladiators-Sturm als ähnlich harmlos erwies wie am Freitag, ging es mit 0:0 in die erste Pause.

Auch das zweite Drittel schien torlos zu enden, doch dann gingen die Alligators 77 Sekunden vor der Sirene doch noch in Führung. Tylor Gron stocherte in Überzahl den Puck zum 1:0 ins Netz.

Im Schlussabschnitt blieb es spannend. Michail Guft-Sokolov erhöhte in der 45. Minute auf 2:0, doch in Überzahl verkürzte Marco Pfleger auf 1:2 (55.). Doch als Coach Daffner seinen Torwart für einen sechsten Feldspieler vom Eis holte, besiegelte Patrik Rypar 22 Sekunden vor Schluss mit einem Schuss zum 3:1 ins leere Tor die Erdinger Niederlage.

Trainer Thomas Daffner hatte 17 Feldspieler zur Verfügung, konnte also etwas mehr als drei komplette Blöcke aufbieten. Sein Gegenüber Petr Bares hatte noch einen Spieler mehr dabei. Im Erdinger Tor stand David Zabolotny, als Back-up saß Niklas Schlammer auf der Bank.

Kalte Dusche nach 103 Sekunden

Das Team, beflügelt von den beiden letzten Siegen, spielte munter nach vorne, wurde aber eiskalt erwischt: Nach gerade mal 103 Sekunden ging Passau in Führung. Rene Röthke drehte sich um Jesse Kauhanen herum und bezwang Zabolotny. Die große Chance zum Ausgleich hatte Elias Maier, schoss jedoch den am Boden liegenden Torwart Janik Engler an (5.). Aber zwei Minuten später stand Pascal Steck nach einem Pass von Marco Pfleger allein vor Engler und vollstreckte eiskalt zum 1:1.

Die Partie verlief erst mal ausgeglichen – bis zur 12. Minute. Da fuhr der Passauer Christoph Schmidt nahezu ungehindert Slalom durch alle fünf Erdinger, seinen Schuss wehrte Zabolotny ab, doch den Abpraller schlenzte Jonas Stern zum 2:1 ins Tor. Passau war jetzt drin in der Partie, und Erdings Keeper, der von seinen Vorderleuten ein ums andere Mal im Stich gelassen wurde, musste sein Können unter Beweis stellen. Wenige Sekunden vor der ersten Pause hatte dann auf der Gegenseite Louis Trattner den Ausgleich auf dem Schläger, scheiterte aber an Engler.

Das zweite Drittel begann genauso schlecht wie das erste. Diesmal dauerte es 121 Sekunden, bis der Puck im Erdinger Tor lag. Bei einem Diagonalpass von Mans Hansson hielt der 43-jährige Topscorer Andrew Schembri den Schläger hin – 3:1. Dieser Treffer hinterließ Spuren bei den Gastgebern, vier Minuten später erhöhten die Black Hawks auf 4:1. Wieder war das Abwehrverhalten desaströs, Röthke vollendete. Auch beim 5:1 waren die Passauer gedanklich schneller gegen überforderte Erdinger. Schuss von Hansson, Schembri legte ab auf Carl Larsson, und der brauchte den Puck nur noch ins leere Tor zu schießen – die Entscheidung.

Im Schlussdrittel versuchten die Gladiators, die mit vereinzelten Pfiffen in die Kabine verabschiedet worden waren, noch mal alles. Aber die Black Hawks waren zu clever. Sie attackierten früh, die Erdinger kamen kaum aus ihrem Drittel heraus. Darüber hinaus hatten die Gäste zweimal Überzahl. Beim zweiten Powerplay drückte Hansson den Puck zum 6:1 über die Linie (47.). Schließlich durften die Gastgeber doch noch einmal jubeln. Nun hatten die Gladiators zweimal kurz hintereinander Überzahl. Im zweiten Powerplay zog Paul Pfenninger von der blauen Linie ab, Pfleger fälschte unhaltbar zum 2:6 ab (53.).

Obwohl alles klar war, kam es zu einer kurzen Rauferei nach einem Frustfoul von Marc Schmidpeter (57.). Aus den Lautsprecherboxen tönte der Journey-Rocksong „Don’t Stop Believin‘“, aber so richtig an die Pre-Playoffs wollte nach dieser traurigen Vorstellung kein Fan mehr glauben.

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