„Sturzflut“ legt Orthopädie-Zentrum in Ebersberg komplett lahm

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Sowohl das Obergeschoss, wo sich auch die Physiotherapie befindet, als auch das Erdgeschoss des Gebäudes am Klosterbauhof sind vom massiven Wasserschaden betroffen. © STEFAN ROSSMANN Augustinerstr. 11 85560 Ebersberg stefanrossmann@me.com stefanrossmann.com

Ein geplatztes Rohr flutet das ZOS in der Nacht. Die Feuerwehr rettet teure medizinische Geräte vor dem Wasser.

Ebersberg – Die Ärzte im Zentrum für Orthopädie und Sporttraumatologie (ZOS) erleben ihren Arbeitsplatz an diesem Freitagvormittag, 9. Januar, anders als sonst. Das Haus in Ebersberg hat geschlossen, es herrscht Unordnung, vereinzelt fangen Eimer noch Wasser auf, das von der Decke tropft. Dort, wo sonst um diese Uhrzeit Hochbetrieb herrscht, ist es gespenstisch ruhig. In der Nacht zuvor waren hier rund 30 Feuerwehrleute damit beschäftigt, zu retten, was zu retten ist.

Wasserschaden ZOS Ebersberg
Ein Löschfahrzeug steht am späten Donnerstagabend vor dem Zentrum für Orthopädie und Sporttraumatologie (ZOS) in der Ebersberger Bahnhofstraße. © STEFAN ROSSMANN Augustinerstr. 11 85560 Ebersberg stefanrossmann@me.com stefanrossmann.com

Kleine Ursache, große Wirkung: Im Obergeschoss des Gebäudes im historischen Klosterbauhof-Ensemble ist das Verbindungsstück einer Wasserrohrleitung geplatzt. Das Wasser schießt durch die Versorgungsschächte und Decken nach unten ins Obergeschoss und weiter bis ins Erdgeschoss. „Wie eine Sturzflut“, sagt Tilman Weyand, Mediziner im ZOS, der kurz nach der Alarmierung zur Unglücksstelle eilt.

Kurzschluss in einem Feuermelder

Dass die Feuerwehr überhaupt alarmiert wurde, ist einem glücklichen Umstand zu verdanken. Der durchs Wasser hervorgerufene Kurzschluss in einem der zahlreichen Feuermelder löste den automatischen Alarm aus. Wie Ebersbergs stellv. Feuerwehrkommandant Jan Köhnen, der den Einsatz leitete, der EZ sagte, sei seine Mannschaft mit Drehleiter und Löschfahrzeug ausgerückt, weil sie von einem Brand habe ausgehen müssen.

Beim Eintreffen der Rettungskräfte wird schnell klar, dass dieses Mal Wasser der Feind ist. Dieses tropft im Foyer aus der Decke, der erste Stock steht bereits unter Wasser. Kohnen: „Wir haben die Hauptwasserzufuhr abgedreht und sofort mit dem Absaugen des Wassers begonnen.“ Ziel sei gewesen, hauptsächlich die teuren medizinischen Geräte wie das MRT im Obergeschoss vor Beschädigung zu schützen. Die Feuerwehr Oberndorf wird nachalarmiert, damit noch weitere Wassersauger zum Einsatz kommen können.

Am Montag, 12. Januar, wieder geöffnet

Engelbert Reminger, Mediziner im Zentrum für Orthopädie und Sporttraumatologie, geht davon aus, dass das ZOS am kommenden Montag, 12. Januar, wieder geöffnet werden kann. Die Sanierungsmaßnahmen würden sich wohl aber über die nächsten Wochen hinziehen.