Nach Zaun-Posse: Freie Fahrt für Feuerwehr Wolfersdorf endlich gesichert

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Jetzt ist es fix: Die Ein- und Ausfahrt zum Feuerwehrhaus in Wolfersdorf ist dauerhaft gesichert. Zuvor mussten die Floriansjünger rangieren, um ein- oder auszurücken. © Fischer

Der Zaun vor dem Feuerwehrhaus in Wolfersdorf sorgte für bundesweites Aufsehen. Jetzt ist die Einigung notariell besiegelt worden.

Wolfersdorf – Es hat gedauert, aber jetzt ist die Einigung im Streit um die Grundstücksgrenzen am Feuerwehrhaus in Wolfersdorf in trockenen Tüchern. „Es ist alles gut verlaufen, wir haben die Zufahrt für das Feuerwehrhaus“, teilte Bürgermeisterin Anita Wölfle unlängst mit. Die bereits vor Monaten mündlich getroffene Abmachung ist demnach jetzt auch notariell dingfest gemacht worden. Zu den näheren Umständen würden allerdings keine Stellungnahmen abgegeben. Darüber habe man Stillschweigen vereinbart.

Die Freude, dass das jetzt doch noch reibungslos über die Bühne gehen konnte, ist laut der Rathauschefin groß. Sie habe sich dementsprechend auch bei den neuen Eigentümern des Nachbargrundstückes bedankt und ihnen Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr gewünscht. Damit endet wohl eines der spektakulärsten Kapitel der jüngeren Geschichte Wolfersdorfs. Der zeitweise vom neuen Eigentümer des Nachbargrundstücks, Matthias Denk, fest installierte Zaun vor der Ein- und Ausfahrt der Freiwilligen Feuerwehr hatte in den Medien hohe Wellen geschlagen. Sogar das Bayerische Fernsehen widmete dem eskalierten Streit um die Zufahrt einen Beitrag.

Beim Bau des Feuerwehrhauses in den 1970er-Jahren hatte man es versäumt, die Eigentumsverhältnisse klar zu regeln. Wie sich herausstellte, gehörte der Gemeinde der Grund in einem Teilbereich der Zufahrt gar nicht. Die Verhandlungen, bei denen es etwa um die Vereinbarung einer Pachtzahlung ging, scheiterten mehrfach. Eine Einigung war zwischenzeitlich in weite Ferne gerückt. Die Wolfersdorfer Feuerwehr musste beim Ein- und Ausfahren umständlich rangieren, weshalb die Verantwortlichen keinen Hehl daraus machten, dass der Zaun auf Dauer ein nicht hinzunehmendes Hindernis darstellt.

Nach langem Hin und Her kam es dann doch noch zu einer einvernehmlichen Einigung. Zunächst nur mündlich. Aber, der Zaun wurde bis auf Weiteres zurückgebaut. Das Bangen, dass sich daran doch noch mal etwas ändern könnte, hat nach neuestem Stand der Dinge ein Ende.