Nach US-Angriff: Brics-Staaten lassen vor Südafrika die Muskeln spielen

China und seine Verbündeten in der Brics-Gruppe, darunter Brasilien, Russland, Indien und Südafrika, haben am Freitag eine groß angelegte Marineübung gestartet. Offizielles Ziel ist es laut "Newsweek", Handelsrouten und wirtschaftliche Aktivitäten auf See besser zu schützen. 

Die Übung unter dem Namen "Will for Peace 2026" läuft noch bis zum 16. Januar, wird von China geleitet und findet in südafrikanischen Gewässern statt.

China zeigt Präsenz über Ostasien hinaus

Peking weitet seine militärische Präsenz immer mehr über Ostasien hinaus aus. Mittlerweile verfügt das Land über die nach Schiffszahl weltweit größte Marine, mit der es immer häufiger seine geopolitische Macht demonstriert. 

Die Wahl des Zeitpunkts für die Übung ist bemerkenswert: Sie begann kurz nachdem die USA venezolanische Öltanker beschlagnahmt hatten, darunter einen unter russischer Staatsflagge operierenden Tanker. Dies könnte laut "Newsweek" als indirektes Signal an westliche Mächte interpretiert werden, dass Brics bereit ist, seine Interessen zu verteidigen.

brics gipfel
Der brasilianische Präsident Luiz Inacio Lula da Silva (r) und der indische Premierminister Narendra Modi beim Brics-Gipfel 2025. Eraldo Peres/AP/dpa

"Faire maritime Ordnung" soll gewahrt werden

Die staatliche chinesische Zeitung "Global Times" kommentierte das Manöver: "Als erste Übung dieser Art unter dem BRICS-Rahmen wird sie dazu beitragen, das gegenseitige Vertrauen zwischen den beteiligten Staaten zu stärken, Partnerschaften auszubauen und aktiv den kollektiven Willen voranzutreiben, eine faire und geordnete maritime Ordnung zu wahren."