Katzenhalter verliert seine 5 Tiere wegen eigener TikTok-Videos

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Ein Katzenhalter in Rheinland-Pfalz hat Videos von seinen Tieren auf TikTok veröffentlicht. Kurze Zeit später hagelte es Anzeigen.

Fotos, Videos und Posts in sozialen Netzwerken können heftige Auswirkungen auf das Leben ihrer Poster haben. Von Ärger mit der Familie und Freunden, bis zum Jobverlust und Gerichtsverfahren. Das musste auch ein Katzenhalter aus Rheinland-Pfalz nun erfahren, nachdem das Veterinäramt ihm den Besitz seiner Katzen entzog und ihm ein Haltungsverbot auferlegte. Überführt wurde er durch seine eigenen TikTok-Videos.

Eine Katze mit starrem Blick sitzt in einem Karton.
Aufgrund von Missbrauch wurden die 5 Katzen auf andere Halter verteilt (Symbolbild) © IMAGO/Michael Bihlmayer

Aufmerksam wurde das Veterinäramt auf den Mann durch eine Reihe von Anzeigen, die von erzürnten und besorgten Zuschauern eingereicht wurden. Sie verwiesen auf den TikTok-Kanal des Katzenhalters, auf dem zu sehen war, wie er eine der Katzen mit einem Elektrorasierer schor. Dabei wurden auch die Schnurrhaare des Tieres abrasiert, was einen schweren Eingriff in das Wohl der Katze darstellt. In einem anderen Video war zu sehen, wie er eine Katze mehrfach schnell auf dem Boden drehte, sodass sie sichtlich die Orientierung verlor und den Kopf nicht mehr oben halten konnte. Das Veterinäramt reagierte laut lto.de darauf mit einem Vor-Ort-Termin.

Verwaltungsgericht Mainz bestätigt das Urteil

Nach dem Besuch nahm die Amtsärztin die 5 Katzen direkt mit und sie wurden bei anderen Haltern untergebracht. Daraufhin verhängte die Behörde ein Katzenhaltungs- und Betreuungsverbot. Der TikToker darf sich auch in Zukunft nicht um Katzen kümmern oder welche halten. Seine Katzen bekommt er ebenfalls nicht zurück. Die Entscheidung wollte er allerdings nicht akzeptieren und zog im Eilverfahren vor Gericht.

Er argumentierte, dass seine Behandlung der Tiere kein Missbrauch war. Das Scheren sei zur Pflege gewesen, das Drehen sei aus Unwissenheit passiert. Das Mainzer Gericht ließ sich davon allerdings nicht überzeugen. Einen tierschutzrechtlichen Grund für die Rasur sah es nicht. Der Antrag gegen die Fortnahme und Einziehung der Katzen wurde für unzulässig erklärt. Auch das Haltungs- und Betreuungsverbot hielt das Gericht für rechtmäßig. Die Videoaufnahmen des TikTokers waren dafür entscheidend.

Trotz des Einspruchs sind die Miezen also weiterhin in Sicherheit und werden hoffentlich neue Besitzer finden, die sich besser um sie kümmern. In diesem Fall war Social Media Glück im Unglück. Ohne die TikTok-Posts wäre der Missbrauch möglicherweise nicht aufgefallen. Übrigens, bei einem TikToker-Paar hat hingegen das Jugendamt angeklopft.

Информация на этой странице взята из источника: https://www.merkur.de/welt/tiktoker-verliert-seine-katzen-wegen-eigener-videos-94115175.html