Zum deutschen Vorentscheid für den Eurovision Song Contest 2026 am 28. Februar sind erste Details bekannt. Diese sorgen nicht nur für Begeisterung.
München – Es ist diesmal ruhig rund um die Findung des deutschen Beitrags für den Eurovision Song Contest. Gerade verglichen mit dem ESC 2025: Bereits im Oktober 2024 war publik geworden, dass Stefan Raab (59) die Sache in die Hand nehmen und zur „Chefsache“ erklären würde. Nach dem ernüchternden Abschneiden von Abor & Tynna in Basel wurde aber klar, dass eine Wiederholung abgehakt ist. Für 2026 gilt: Alles mal wieder neu! Das betrifft nicht nur die deutsche Sender-Verantwortung, die vom NDR zum SWR wechselt.
Was ist bisher bekannt zum deutschen ESC-Vorentscheid 2026? Erste Infos gab es im Dezember über die offizielle deutsche Instagram-Seite zum ESC. Der deutsche Vorentscheid findet am 28. Februar ab 20.15 Uhr statt, heißt „Eurovision Song Contest – Das deutsche Finale 2026“ und wird live in der ARD übertragen. Auch Details zum Auswahlverfahren wurden bekannt gegeben. Artists haben demnach in Songwriting-Camps „mit international renommierten Songwritern und Producern gemeinsam Songs für den ESC entwickelt“.
Die Beiträge seien dann von Fachleuten aus der Musikbranche sowie „einer internationalen Jury und Publikumsjuror:innen eingeschätzt und bewertet“ worden. Auf die Frage „Welche Erwartungen hast du an den deutschen Act?“ meldeten sich prompt Abor & Tynna zu Wort. Die deutschen Vertreter 2025 kommentierten bei Instagram: „Erwartung ist, dass der Song ballert.“ Wer die Show moderiert, ist noch unklar. Barbara Schöneberger (51), die seit vielen Jahren im ESC-Kosmos aktiv ist und durch Vorentscheid-Sendungen führte, wäre naheliegend.
Das Fachportal esc-kompakt.de schreibt über weitere Details und beruft sich auf das Protokoll einer fünfstündigen Microsoft-Teams-Besprechung vom 23. Oktober 2025 im Rahmen einer Sitzung des „Programmausschuss Information“. Es sei an mehreren Stellen um den ESC gegangen. Das PDF-Protokoll der Sitzung war zunächst öffentlich einsehbar, ist aber nun nicht mehr im Internet verfügbar. Die durchgesickerten Infos waren wohl zunächst nicht für die Öffentlichkeit bestimmt, sind aber ohnehin spärlich.
Zu erfahren sei gewesen, dass zwei Dokus zum ESC 2026 geplant sind. Die eine soll „70 Jahre ESC – Die Doku“ heißen. Hinzu kommt die Reihe „Inside ESC 2026 – Der Weg ins Finale“, um den deutschen Act bis zum Eurovision Song Contest zu begleiten. Für Diskussionsstoff sorgt dieses Detail: Der ESC-Vorentscheid am 28. Februar 2026 soll drei Stunden dauern. Es gebe „also genug Sendezeit für ein Promi-Sofa und/oder mehrere Abstimmungsrunden“, ordnet esc-kompakt.de ein.
Promi-Sofa beim ESC-Vorentscheid? Fans äußern Befürchtungen
Wie kommen die bisherigen Informationen bei den eingefleischten Fans an? Unterschiedlich. Das zeigen die Kommentare bei esc-kompakt.de und der entsprechenden Instagram-Seite. Insbesondere die Spekulationen über ein „Promi-Sofa“ sorgen bei einigen für Grauen. „Ich will kein Sofa“, „Bitte, bitte, bitte kein Sofa. Gnade! Das Cringe-Gelaber kann keiner mehr aushalten“ und „Falls es wieder ein Sofa geben sollte, hoffe ich, dass dort hauptsächlich ehemalige Teilnehmer sitzen dürfen.“
Während sich manche über die geplanten drei Stunden Sendezeit freuen, befürchten andere endloses Geplauder ohne musikalischen Mehrwert. „Ich bin gespannt. Hätte allerdings lieber eine kürzere Show mit weniger ‚Experten‘-Gerede, aber man nimmt, was man kriegen kann“, so ein Kommentar.
Trotz aller Negativreaktionen zeigt sich auch Vorfreude in der Community. Viele hoffen auf eine gelungene Show und einen starken deutschen Beitrag für Wien. „Hört sich gut an. Jetzt muss nur noch der Act stimmen. Nichts leichter als das“, so ein Kommentar. Und ein ESC-Fan schreibt schlicht: „Ich finde, man muss doch nicht sofort wieder in den Nörgelmodus verfallen. Einfach mal abwarten und sich darauf freuen. Da hat man doch viel mehr davon.“ Eine Vorentscheid-Kandidatin 2025 hat unlängst bitter abgerechnet. (Quellen: Instagram, esc-kompakt.de, Archiv)