Ukraine-News: Selenskyj fordert klare Sicherheitsgarantien – und hat brisante Kadyrow-Idee

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Aktuelle News zum Ukraine-Krieg im Ticker: Putins Verluste steigen. Selenskyj fantasiert über eine Kadyrow-Entführung und pocht auf Sicherheitsgarantien.

Das Wichtigste in
diesem News-Ticker

  1. Ringen um ein Ende des Ukraine-KriegsWolodymyr Selenskyj pocht auf Sicherheitsgarantien.
  2. Nach Maduro-Festnahme: Selenskyj will Operation gegen Kadyrow – „Vielleicht sieht Putin das dann und überlegt es sich zweimal.“
  3. Russlands Verluste im Ukraine-Krieg steigen – Putin verliert 1400 Soldaten an einem Tag.

Kiew/Moskau – Die aktuelle Lage im Ukraine-Krieg bleibt weiter angespannt. Zuletzt haben die Truppen von Wladimir Putin erneut die Energieinfrastruktur des Nachbarlandes ins Visier genommen. In der Folge kam es zu flächendeckenden Stromausfällen. Betroffen waren die Regionen Dnipropetrowsk und Saporischschja, wie Ukrainska Pravda berichtete.

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Derweil sagte US-Senator Lindsey Graham, US-Präsident Donald Trump habe grünes Licht für ein parteiübergreifendes Sanktionsgesetz gegen Russland gegeben. „Nach einem sehr produktiven Treffen heute mit Präsident Trump zu einer Vielzahl von Themen hat er dem parteiübergreifenden Russland-Sanktionsgesetz zugestimmt, an dem ich seit Monaten mit Senator Blumenthal und vielen anderen gearbeitet habe“, schrieb der Politiker zur Lage im Ukraine-Krieg auf X.

Ringen um ein Ende des Ukraine-Kriegs

Mit Blick auf ein Ende des Ukraine-Kriegs sagte Präsident Wolodymyr Selenskyj am Mittwoch, er warte noch immer auf eine klare Garantie der europäischen Verbündeten, dass sie eingreifen würden, sollte Russland gegen die Bestimmungen eines Friedensabkommens verstoßen. Während des Ukraine-Gipfels in Paris der „Koalition der Willigen“ unterzeichneten Großbritannien und Frankreich am Dienstag eine Absichtserklärung zur Entsendung von Truppen in die Ukraine im Falle eines Friedensabkommens mit Russland.

Selenskyj führte jedoch aus, dass er sich noch nicht sicher sein könne, ob seine europäischen Verbündeten im Falle einer neuen russischen Aggression eingreifen würden. Laut AFP sagte er: „Ich persönlich wünsche mir eine ganz einfache Antwort: Ja, sollte es erneut zu Aggressionen kommen, werden alle Partner den Russen entschieden entgegentreten. Genau diese Frage habe ich all unseren Partnern gestellt. Bislang habe ich jedoch keine klare, eindeutige Antwort erhalten.“

Am Dienstag hatten Großbritannien und Frankreich die Einrichtung von „Militärstützpunkten“ in der gesamten Ukraine angekündigt, um den Wiederaufbau nach dem Ende des Ukraine-Kriegs zu unterstützen und die Truppen vor Ort im Falle einer erneuten russischen Invasion zu koordinieren.

Nach Maduro-Festnahme: Selenskyj will Operation gegen Kadyrow

Während das Ringen um ein Ende des Ukraine-Kriegs weitergeht, hat Selenskyj einen brisanten Vorschlag vorgebracht. Der ukrainische Präsident forderte zusätzlichen Druck durch die Regierung von Donald Trump, um Putin zu Fortschritten bei den Verhandlungen zu bewegen. „(Die Amerikaner) müssen Druck auf Russland ausüben. Sie haben die Mittel dazu; sie wissen, wie es geht. Und wenn sie es wirklich wollen, finden sie einen Weg“, sagte Selenskyj gegenüber Reportern und erinnerte im nächsten Satz an die Gefangennahme des venezolanischen Präsidenten.

„Hier ist ein Beispiel mit Maduro, nicht wahr? Sie haben eine Operation durchgeführt … Jeder sieht das Ergebnis – die ganze Welt. Sie haben es schnell erledigt. Sollen sie doch mal so eine Operation mit diesem – wie heißt er doch gleich – Kadyrow durchführen. Mit diesem Mörder. Vielleicht sieht Putin das dann und überlegt es sich zweimal“, sagte Selenskyj im Scherz. Kadyrow gilt im Ukraine-Krieg als „Putins Bluthund“. Der Anführer von Tschetschenien steht bereits länger auf den Sanktionslisten der USA und anderer Staaten.

Ein russischer Soldat der Truppen­gruppe „Zentr“ an einer Stellung im Frontabschnitt Krasnoarmeisk in Pokrowsk (Aufnahme vom 2. Dezember 2025).
Ein russischer Soldat der Truppen­gruppe „Zentr“ an einer Stellung im Frontabschnitt Krasnoarmeisk in Pokrowsk (Aufnahme vom 2. Dezember 2025). © IMAGO/Stanislav Krasilnikov / SNA

Russlands Verluste im Ukraine-Krieg steigen

Im Ukraine-Krieg steigen Russlands Verluste derweil weiter. Wie der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte auf Facebook mitteilte, hat die Armee von Wladimir Putin innerhalb von 24 Stunden 1400 Soldaten verloren. Die Kämpfer wurden entweder getötet oder verwundet. Seit Beginn der Kämpfe am 24. Februar 2022 steigen die gesamten Verluste damit auf etwa 1.215.900 Soldaten an. Zudem hat Russland im Krieg 11.521 Panzer, 23.874 gepanzerte Fahrzeuge und 35.874 Artilleriesysteme verloren. (fbu mit Agenturen)