Kostenlos im Stream: Wegen diesem Film ist Bruce Lees Tochter stinksauer auf Quentin Tarantino

Fast sieben Jahre nach dem Kinostart von Quentin Tarantinos Spielfilm "Once Upon a Time in Hollywood" (2019) sorgt das Hollywood-Drama noch immer für Begeisterung bei Kritikern und Zuschauern. Nach der Premiere geriet der Regisseur jedoch in einen heftigen Streit mit Bruce Lees Tochter. Ab dem 8. Januar ist das Comedy-Drama kostenlos bei Joyn im Stream zu sehen.

Hollywood in der Krise: Rick Dalton kämpft um sein Comeback

Rick Dalton (Leonardo DiCaprio), einst gefeierter TV-Star, steckt in einer echten Krise. Seine Westernserie wurde abgesetzt, auf der großen Leinwand läuft nichts nach Plan, und die Karriere steckt fest. Während Rick verzweifelt versucht, wieder ins Rampenlicht zu kommen, lässt sein Freund und Stuntdouble Cliff Booth (Brad Pitt) das Leben einfach auf sich zukommen.

Rick setzt große Hoffnungen auf seine neuen Nachbarn Sharon Tate (Margot Robbie) und Roman Polanski (Rafał Zawierucha), um wieder ins Gespräch zu kommen. Cliff dagegen trifft 1969 bei seinen Streifzügen durch Los Angeles auf ein junges Hippie-Mädchen (Margaret Qualley), das zusammen mit einer Sekte auf einer verlassenen Ranch lebt.

Im Film liefert sich Cliff Both (Brad Pitt) einen Kampf mit Bruce Lee (Mike Moh).
Im Film liefert sich Cliff Both (Brad Pitt) einen Kampf mit Bruce Lee (Mike Moh). IMAGO / Cinema Publishers Collection

Bruce Lees Tochter geht hart mit Tarantino ins Gericht

In einer Szene von "Once Upon a Time in Hollywood" geraten Bruce Lee (Mike Moh) und Cliff Booth (Brad Pitt) am Set der TV-Serie "The Green Hornet" in einen Streit, der in einem Kampf endet. Viele Crewmitglieder drücken Cliff die Daumen, weil sie Bruce Lee für einen Angeber halten. Noch bevor der Kampf offiziell zu Ende ist, landet Lee in einem Auto.

Lees Tochter Shannon Lee erklärte in einem Interview mit "TheWrap", dass die Darstellung nichts mit ihrem Vater zu tun habe. Quentin Tarantino, der kürzlich knallharte Kritik an "Die Tribute von Panem" übte, habe aus ihm ein "arrogantes Arschloch" gemacht. Ihr Vater habe es in den 1960er Jahren als Amerikaner asiatischer Abstammung ohnehin schwer gehabt, im Showgeschäft Fuß zu fassen. Im Vergleich zu weißen Schauspielern hätten ausländische Künstler dreimal so hart arbeiten müssen, so Lee:

"Ich kann verstehen, weshalb einige Dinge in dem Film in der Form gezeigt wurden […] Der Film spielt in einer Zeit, in der es ganz klar noch viel Rassismus und Ausgrenzung gab. Ich verstehe, warum man Brad Pitt als diesen krassen Typen darstellen wollte, der es schafft, Bruce Lee zu besiegen. Aber sie hätten meinen Vater nicht so behandeln müssen, wie es das weiße Hollywood tat, als er noch am Leben war."

Tarantino kontert Kritik: "Bruce Lee war ein arroganter Kerl"

Tarantino zeigte sich auf einer Pressekonferenz wenig kompromissbereit, räumte aber ein: "Bruce Lee war ein arroganter Kerl. Ich kann verstehen, dass seine Tochter damit ein Problem hat. Es ist ihr verdammter Vater. Alle anderen: Ihr könnt meinen Schwanz lutschen", erklärte er gegenüber "The Hollywood Reporter".