In den vergangenen 24 Stunden haben iranische Demonstranten ihre landesweiten Proteste verstärkt und dabei direkt an Donald Trump appelliert. Laut "Fox News" wurde dabei sogar eine Straße symbolisch nach dem US-Präsidenten umbenannt.
Präsident Massud Peseschkian rief die Sicherheitskräfte am Mittwoch zur Zurückhaltung gegenüber friedlich Demonstrierenden auf. Anders sei es bei gewalttägigen "Aufrührern", ordnete Peseschkian laut Vizepräsident Mohammed Dschafar Ghaempanah jedoch an.
Proteste dauern seit Ende Dezember an
Seit Ende Dezember kommt es in zahlreichen Städten im Iran zu Protesten gegen die hohen Lebenshaltungskosten und die schlechte Wirtschaftslage, inzwischen richten sich die Demonstrationen auch gegen die politische Führung des Landes. Bislang sind 25 von 31 Provinzen des Landes betroffen, wie eine auf offiziellen Meldungen in iranischen Medien basierende AFP-Zählung ergab.
Die Demonstrationen erreichten bisher nicht das Ausmaß der Protestwelle von 2022. Damals hatte der Tod der jungen Kurdin Mahsa Amini in Polizeigewahrsam massive Proteste ausgelöst.
Sohn des Schah beansprucht Führungsrolle
Wie bei vielen Protesten der vergangenen Jahre ertönen auch dieses Jahr Slogans wie "Tod dem Diktator", gerichtet an Irans obersten Führer und Staatsoberhaupt Ajatollah Ali Chamenei. Neu ist hingegen, wie regelmäßig Demonstranten den Namen Reza Pahlavi rufen, Sohn des 1979 gestürzten Schahs. Im amerikanischen Exil beansprucht der 65-Jährige inzwischen eine Führungsrolle der zerstrittenen Auslandsopposition.