Die Schäffler aus Aschheim und Kirchheim starten in die Saison

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Viele Kirchheimer hatten sich am Ortspark-See zum ersten öffentlichen Auftritt der Schäffler 2026 eingefunden. © bb

Bei eisiger Kälte beginnt die Tanzsaison mit über 300 Auftritten. Die Kasperl verteilen rote und blaue Herzen und Nasen ans Publikum.

Bei eisigen Temperaturen von minus zwölf Grad starteten die Schäffler aus Aschheim und Kirchheim in ihre Tanzsaison 2026. Beide Gruppen hatten seit Monaten intensiv geprobt und zeigten nun überzeugend ihre neu einstudierten Tanzschritte. Begleitet wurden sie von der Blasmusik Aschheim sowie der Musikkapelle Kirchheim, beide mit dem passenden Stück „Aber heit is koid“.

Über 300 Auftritte haben die Aschheimer Schäffler in dieser Saison, die traditionell am Dreikönigstag beginnt und am 17. Februar, dem Faschingsdienstag, endet. Seit Mitte Oktober probten die 16 Tänzer, Vortänzer, Vorstände, Kasperl, Reifenschwinger, Fassl-Klopfer sowie Fahnen- und Kronenträger unter der Anleitung von Robert Bauer im Pfarrheim zwei Mal in der Woche. Wer dabei sein darf, das bestimmte ein Gremium. Man müsse sich in den vergangenen Jahren sozial engagiert haben.

AS Schäffler: Ein Kasperl begrüßt seine Familie vor dem Auftritt auf dem Marktplatz.
Ein Kasperl in Aschheim vor seinem großen Auftritt auf dem Marktplatz, einer von vielen bis Faschingsdienstag. © bb

„Es ist also eine große Ehre, Aschheimer Schäffler zu sein“, sagt Vorstand Andreas Weiß. Weil alle 16 Tänzer absolute Novizen sind, hatte Tanzlehrer Bauer viel zu tun, um die zehn Tänze einzustudieren. Dabei sind der Aufmarsch, die große Schlange, Sommerhäusl, Kreuz bis zum optischen Höhepunkt, der Krone, mit ihren zahlreichen Figuren und Schritten – immer mit dabei der Buchs-Bogen.

Nun konnten die Schäffler den vielen Hundert Zuschauern bei den ersten Auftritten zeigen, wie gut sie alles gelernt hatten. Der erste öffentliche Tanz fand vor dem Pfarrheim statt, zu Ehren von Pfarrer Adrian Zessin, der den Burschen das Pfarrheim zur Verfügung gestellt hatte. Danach ging es weiter auf den Marktplatz, wo viele Bürger und auch Bürgermeister Florian Meier (CSU) warteten. Alles klappte perfekt, die Reifenschwinger zeigten ihr Können mit einem und auch zwei der blau-weiß-lackierten Holzreifen, in denen sich gefüllte Schnapsgläschen befanden. Die Kasperl kletterten kreuz und quer herum und verteilten fleißig rote Herzen und Nasen beim Publikum. Insgesamt 15 Auftritte bewältigten die Aschheimer Schäffler am ersten Tag. Es folgen in den kommenden Wochen weitere 300, keineswegs nur im Heimatort, sondern auch in Poing, Anzing, Aying, Ebersberg, Unterföhring, Haar, Markt Schwaben sowie im bayerischen Landtag und in der Staatskanzlei.

Proben laufen seit Mitte Oktober

Ähnlich viele Auftritte, von denen jeder rund 25 Minuten dauert, haben die Kirchheimer Schäffler vor sich. Am ersten Tag waren es elf, der Auftakt fand vor dem neuen Bürgersaal am Ortspark-See statt. Seit dem 13. Oktober hatten die 32 Burschen unter der Anleitung von Hans Hausladen und Alexander Endlinger intensiv geprobt, um ihre zehn Figuren und Abläufe einzustudieren. Angeführt von der Musikkapelle unter Dirigent Christian Boche zogen die Schäffler, an der Spitze Vereinsvorstand Sepp Franz, aus Kirchheim heraus zum neuen Rathaus und Bürgerhaus. Dort warteten schon viele Einheimische auf den ersten Auftritt. 16 Tänzer, drei Fassl-Klopfer, drei Reifenschwinger, Vorstand, Fahnenträger und Kreuzträger überzeugten voll, während die drei Kasperl hier blaue Nasen und Herzen auf den Backen verteilten. Auch die Kirchheimer haben in den kommenden Wochen zahlreiche Auftritte im Ort, dazu im ganzen Landkreis München, ebenso am Tegern-, Chiem- und Ammersee.