Aktuelle News zum Ukraine-Krieg im Ticker. Es wird weiter über ein Ende des Ukraine-Kriegs debattiert. Wladimir Putins Verluste steigen weiter.
Das Wichtigste in
diesem News-Ticker
- Ringen um Ende des Ukraine-Kriegs – Selenskyj sieht Fortschritte – Doch Territorialfragen mit Russland bleiben.
- Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg – Russland mit neuen Vorstößen an Donezk-Front.
- Russlands Verluste im Ukraine-Krieg steigen – Putin verliert 1040 Soldaten an einem Tag.
Kiew/Moskau – Wer sorgt künftig für die Sicherheit der Ukraine, wenn die Waffen schweigen sollten? Viele Staaten wollen helfen – in der Ukraine oder von außen. Nun wurden in Paris konkretere Pläne für ein Ende des Ukraine-Kriegs debattiert. Bei dem Treffen der sogenannten Koalition der Willigen unterzeichneten Frankreich, Großbritannien und die Ukraine eine Erklärung, die dem Einsatz ausländischer Truppen in dem angegriffenen Land eine Grundlage gibt. Bei einem weiteren Treffen in Paris am Mittwoch zwischen Außenminister Johann Wadephul und seinen Amtskollegen aus Frankreich und Polen soll es ebenfalls um die Unterstützung der von Russland angegriffenen Ukraine gehen.
Transparenzhinweis
Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) stellte erstmals auch die Beteiligung der Bundeswehr an einer Friedenssicherung in Aussicht – nicht in der Ukraine selbst, aber auf NATO-Boden nahe der Grenze. Merz knüpfte eine Beteiligung der Bundeswehr an klare Vereinbarungen für einen Waffenstillstand. „Deutschland wird sich weiter politisch, finanziell und eben auch militärisch einbringen. Dazu kann zum Beispiel gehören, dass wir nach einem Waffenstillstand Kräfte für die Ukraine auf benachbartem NATO-Gebiet einmelden.“ Der britische Premier Keir Starmer erklärte derweil, Ziel sei es, „den ukrainischen Luft- und Seeraum zu sichern und die ukrainischen Streitkräfte für die Zukunft wiederaufzubauen.“
Ringen um Ende des Ukraine-Kriegs
Während es bei den Sicherheitsgarantien mit Blick auf ein Ende des Ukraine-Kriegs offenbar Fortschritte gibt, bleibt die Frage nach den territorialen Forderungen Russlands. Territorialfragen seien nicht zu 100 Prozent gelöst, sagte Wolodymyr Selenskyj im Anschluss an den Ukraine-Gipfel. Ukrainische Unterhändler sollten deshalb vor Ort bleiben und die Gespräche fortsetzen.
Bei diesem Streit geht es darum, ob die Ukraine – wie von Moskau gefordert – ihre Truppen vollständig aus den Gebieten Donezk und Luhansk im Osten abzieht. Die USA drängen Kiew dazu, weil sonst ein Frieden mit Russland nicht zu erreichen sei. Die Ukraine lehnt dies ab. Moskau hat zuletzt erklärt, man werde diese Territorien ohnehin militärisch erobern.
Eine offizielle Moskauer Reaktion auf den Pariser Gipfel stand noch aus. Es sei aber kaum zu erwarten, dass der Kreml die Ergebnisse akzeptieren werde, kommentierte der russische Politologe Wladimir Frolow im Netzwerk X.
Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg
Während weiter um ein Ende des Ukraine-Kriegs gerungen wird, rücken die Truppen von Wladimir Putin unerbittlich vor. Laut einer Analyse von DeepState kam es in der Nacht zum 7. Januar an mehreren Abschnitten der Kontaktlinie in den Gebieten Donezk und Saporischschja zu russischen Vorstößen. Wie aus Informationen von Ukrainska Pravda hervorgeht, meldete der ukrainische Generalstab gegen 22 Uhr am 6. Januar, dass es insgesamt 200 Kampfhandlungen gab. Dabei sollen unter anderem 4073 Kamikaze-Drohnen eingesetzt worden sein.
Die ukrainische Luftwaffe berichtete zudem von schweren Luftangriffen in der Nacht. „Bis 07:30 Uhr hatten die ukrainischen Luftverteidigungskräfte 81 feindliche Drohnen der Typen Shahed, Gerbera und anderer Typen im Norden, Zentrum und Osten des Landes zerstört oder gestört. Treffer von 14 unbemannten Luftfahrzeugen wurden an 8 Orten registriert“, hieß es in einer Erklärung.
Russlands Verluste im Ukraine-Krieg steigen
Während die Gefechte im Ukraine-Krieg weitergehen und um ein mögliches Ende des Konflikts gerungen wird, steigen die Verluste Russlands weiter an. Der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte schrieb auf Facebook, dass die russische Armee im Verlauf der vergangenen 24 Stunden 1040 Soldaten verloren hat. Die Kämpfer wurden entweder getötet oder verletzt. Seit Beginn des jüngsten Konflikts am 24. Februar 2022 hat Russland demnach etwa 1.214.500 Soldaten verloren. Zudem wurden 11.515 Panzer, 23.865 gepanzerte Kampffahrzeuge sowie 35.857 Artilleriesysteme zerstört. (fbu mit Agenturen)