Ismaning steht finanziell glänzend da. Die Rücklagen steigen auf 28,4 Millionen Euro, so können Vereine auch weiterhin unterstützt werden.
Positive Sätze in finanziell schwierigen Zeiten sind auch in den Gemeinden des Landkreises München selten geworden. Nicht so in Ismaning: Zu der Bürgerversammlung am Dreikönigstag präsentierte Bürgermeister Alexander Greulich (SPD) in seinem Vortrag eine Kommune, der es gut geht.
Im Jahr 2025 hatte man mit 55 Millionen Euro bei der Gewerbesteuereinnahme kalkuliert. Was benachbarte Kommunen feiern würden, war in Ismaning aber ein vorsichtiger Ansatz. Nun konnte der Bürgermeister berichten, dass das vergangene Jahr so richtig gut gelaufen ist. Greulich rechnet mit einem Ergebnis um die 68 Millionen Euro. Nur 2018 mit knapp über 80 Millionen Euro war das Ergebnis einmal wesentlich besser. „Auch die Gewerbesteuer 2024 war mit 58 Millionen Euro recht erfreulich“, sagte der Bürgermeister.
Gemeinde kann weiter Vereine unterstützen
Aus den aktuellen Entwicklungen ergibt sich, dass die Gemeinde zur Jahreswende mehr als zehn Millionen Euro den eigenen Rücklagen zuführen konnte. Damit steigen die Rücklagen voraussichtlich auf 28,4 Millionen Euro. Der Gemeinde Ismaning geht es gut und das ist die Basis, um die freiwilligen Leistungen und Förderungen der mehr als 100 Vereine in der Gemeinde aufrecht erhalten zu können.
Alexander Greulich machte auch deutlich, dass die Sicherheit in Ismaning kaum noch zu verbessern sei. So liegt die Zahl der Kriminalitätsfälle auf 100 000 Einwohner deutschlandweit bei knapp 7000 und in Ismaning bei gerade einmal 2222. Bayern als das sicherste Bundesland hat einen Wert knapp über 4000 und der Landkreis München liegt bei etwas mehr als 3000 Fälle auf die 100–000 Einwohner. „Wir Ismaninger sind eben die Braveren“, sagte der Bürgermeister nicht ohne Stolz.
Sicherheit kaum noch zu verbessern
Bei der Bürgerversammlung vor einem Jahr gab es heiße Diskussionen um ein Übergangswohnheim der Regierung von Oberbayern. In dem ehemaligen Bürogebäude sollen bis zu 190 Personen für einen Zeitraum von bis zu zwei Jahren untergebracht werden. Alexander Greulich berichtete, dass im Jahr 2025 noch kein Geflüchteter eingezogen ist. Der Start mit einer überschaubaren Zahl von Geflüchteten soll nun im Frühjahr erfolgen.
Im Rahmen der Bürgerversammlung war es dem Bürgermeister wichtig, die geräuschlose Arbeit des Gemeinderates zu verteidigen. „Wir arbeiten ausgesprochen gut zusammen“, sagte Greulich. Mit verschiedenen Kommissionen habe man sich viel Arbeit gemacht, zentrale Fragen zu lösen. „Wir sollen nicht politisieren“, betonte Alexander Greulich, „wir sind als Gemeinderat ein Verwaltungsorgan. Und wir haben unseren Job zu machen.“
Der Bürgermeister kritisierte aber, dass den Gemeinden immer mehr Geld von den Steuereinnahmen weggenommen werde, aber dafür die Aufgaben wachsen: „Die Schere bei den Einnahmen und Ausgaben geht immer weiter auseinander.“