„Mehr mit-, weniger gegeneinander“: MEGA kürt Echinger Sebastian Thaler erneut zum Bürgermeisterkandidaten

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Wollen Eching moderner und familienfreundlicher machen: die MEGA-Bewerber für den Echinger Gemeinderat um Bürgermeister Sebastian Thaler (M.). © MEGA

MEGA geht auf Nummer sicher. Um einen möglichen Formfehler zu vermeiden, hat die neue Echinger Gruppierung Bürgermeister Sebastian Thaler ein zweites Mal zum Bürgermeisterkandidaten gekürt. Eine Liste hat man auch, jetzt fehlen noch 180 Unterstützerunterschriften.

Eching – „Die parteiunabhängige Wählergruppe Miteinander Eching GestAlten (kurz: MEGA) hat in der Aufstellungsversammlung am 2. Januar einstimmig Echings amtierenden Ersten Bürgermeister Sebastian Thaler für die Kommunalwahl am 8. März 2026 als Bürgermeisterkandidaten nominiert.“ So heißt es in einer Pressemitteilung. Den Grund für die Neuauflage der Kandidatenkür erklärt Thaler auf FT-Nachfrage so: Bei der ersten Versammlung habe man, demokratischen Grundsätzen entsprechend und nach Einholung diverser rechtlicher Aussagen, nicht nur Mitglieder, sondern auch Unterstützer abstimmen lassen. 23 Bürgerinnen und Bürger hatten für Thalers Nominierung votiert. Doch daraufhin habe sich die Kommunalaufsicht im Landratsamt gemeldet und angemerkt, dass die Wahl angreifbar sei, weil MEGA eine organisierte Gruppierung sei und deshalb nur Mitglieder, nicht aber sonstige Unterstützer stimmberechtigt seien.

Um also auf Nummer sicher zu gehen, habe man nun eine zweite Versammlung einberufen, was man laut Thaler ohnehin vorgehabt habe, um eine Gemeinderatsliste „final aufzustellen“. Und so wurde Thaler von sieben Mitgliedern einstimmig als Bürgermeisterkandidat von MEGA gekürt.  

Stimmen in den sozialen Medien, Thaler habe bei der ersten Versammlung Nicht-Unterstützer des Saals verwiesen, seien so nicht richtig, erklärt Thaler auf FT-Nachfrage: Eine Person, die ihn nicht unterstützen, aber trotzdem an der Abstimmung teilnehmen wollte, habe die Vorgaben nicht eingesehen und deshalb nach längeren Diskussionen den Saal verlassen. Rund zehn andere Gäste seien gefolgt. Dennoch waren jetzt bei der zweiten Aufstellungsversammlung rund 40 Personen anwesend – darunter Vertreter und Kandidaten anderer Parteien und Gruppierungen.

Die erlebten auch, wie sich zwölf Bewerber auf die MEGA-Liste für den 8. März setzen ließen: Listenführer ist Sebastian Thaler, ihm folgen Wolfgang Müller, Marcel Wolf und Stefan Oberhuber, auf den weiteren Plätzen sind Melanie Hashem, Matthias Müller, Lena Rehbach, Peter Osgyan, Erika Degoute, Selcuk Demiciri, Rebekka Rehbach und Marlen Thaler zu finden.

Die Kandidaten von MEGA

1./2. Sebastian Thaler, 3./4. Wolfgang Müller, 5./6. Marcel Wolf, 7./8. Stefan Oberhuber, 9./10. Melanie Hashem, 11./12. Matthias Müller, 13./14. Lena Rehbach, 15./16. Peter Osygan, 17./18. Erika Degoute, 19./20. Selcuk Demiciri, 21./22. Rebekka Rehbach, 23./24. Marlen Thaler

Gemeinsam mit Bürgermeister Thaler wollen sie neue Impulse im Gemeinderat setzen und Eching noch moderner, familienfreundlicher und generationengerechter gestalten. Dabei ist man, so heißt es in der Pressemitteilung, überzeugt, dass der von Thaler seit 2016 verfolgte Kurs der richtige für Eching sei. Thaler betont, dass es ihm mit der neuen Gemeinderatsliste ein großes Anliegen ist, dass Verwaltung und Gemeinderat partnerschaftlich auf Augenhöhe agieren und an einem Strang ziehen. „Wir müssen mehr miteinander und weniger gegeneinander arbeiten. Um dies zu erreichen, haben wir eine Liste mit parteiunabhängigen Personen zusammengestellt, die alle einen Blick für die Zukunft besitzen und tatkräftig für die Gemeinde mit anpacken wollen.“

Obwohl Thaler schon immer parteilos war und bereits seit 2016 im Amt ist, müssen nun bis um 12 Uhr am 19. Januar mindestens 180 wahlberechtigte Bürgerinnen und Bürger für seine Kandidatur unterschreiben, da er für einen neuen Wahlvorschlagsträger antritt. Gleiches gilt für die parteiunabhängige Wählergruppe MEGA, die ebenfalls 180 Unterstützerunterschriften benötigt. Die Unterschriften sind geheim und für die Öffentlichkeit nicht ersichtlich und können ab sofort zu den Geschäftszeiten im Bürgerbüro des Rathauses geleistet werden.