Ein Sushi-Restaurant der Kette Sticks'n'Sushi musste in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen kurz vor Weihnachten schließen. Die Veterinär- und Lebensmittelbehörde entdeckte bei einer unangekündigten Kontrolle Rattenkot und Pfotenabdrücke in Lager und Küche. Die Behörde verhängte eine Geldstrafe von umgerechnet 1338 Euro und ein sofortiges Betriebsverbot.
Rattenspuren auf Möbeln
Bei ihrem ersten Besuch am 18. Dezember fanden die Kontrolleure laut des dänischen Nachrichtenportals "KøbenhavnLIV" Exkremente und "massenhaft" Rattenspuren auf Regalen, Stühlen und älteren Geräten. Die Behörden stellten fest, dass sich die Tiere wahrscheinlich schon länger im Gebäude aufhielten.
Sushi-Kette bemüht sich um Schädlingsbekämpfung
Am 23. Dezember überprüfte die Behörde das Restaurant erneut. Sticks'n'Sushi konnte einen Bericht eines externen Schädlingsbekämpfers vorlegen, der keine Schädlinge feststellte. Das Verbot wurde aufgehoben.
Betriebsleiter Johannes Fonss erklärte laut "KøbenhavnLIV", das Restaurantpersonal habe kurz zuvor ein Ungeziefer im Hof bemerkt und sofort einen Schädlingsbekämpfer gerufen. "Wir haben den Bereich leergeräumt, gründlich gereinigt und desinfiziert. Alle Anweisungen wurden umgesetzt", sagte Fonss.
So streng sind die Auflagen in Deutschland
Die dänisch-japanische Kette Sticks'n'Sushi ist übrigens auch in Deutschland vertreten. Derzeit gibt es drei Filialen in Berlin.
Hierzulande können Restaurants bei Rattenspuren ebenfalls mit Bußgeldern von bis tausend Euro rechnen. Behörden können zudem vorübergehend den Betrieb schließen, bis Mängel behoben sind. Meist werden zusätzlich Auflagen wie Schädlingsbekämpfung, Reinigung und Desinfektion erteilt. Bei schweren Verstößen drohen öffentliches Bekanntmachen oder strafrechtliche Konsequenzen nach dem Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch (LFGB).