Neue Rentenregelung: "Es sind wirklich noch 50 Jahre und ich habe jetzt schon genug vom Arbeiten"

Mit dem Jahreswechsel sind in Schweden mehrere Gesetzesänderungen zum Thema Rente in Kraft getreten. Neben neuen Rentensätzen gilt für die Jahrgänge 1960 bis 1964 ab dem ersten Januar 2026 ein Renteneintrittsalter von 67 Jahren. Zusätzlich wird bereits jetzt für jüngere Jahrgänge prognostiziert, dass sie künftig bis 68 oder noch länger arbeiten werden müssen. 

In Straßen-Interviews mit jungen Schweden zeigt der Fernsehsender SVT, wie kritisch viele die Veränderung sehen. Viele fkönnen sich mit dem Gedanken nicht anfreunden, auch mit 71 noch zu arbeiten. So auch Ella Höögs: "Es fühlt sich so schwer an, weil ich fast 20 Jahre alt bin. Es sind wirklich noch 50 Jahre und ich habe jetzt schon genug vom Arbeiten."

Was kommt 2026 auf Rentner und Beitragszahler zu?
Den Rentnerinnen und Rentnern wird 2026 mehr Geld überwiesen. (Archivbild) Sina Schuldt/dpa

Viele schwedische Rentner erhalten jetzt mehr Geld

Eine Krankenschwester sieht es noch skeptischer und kann sich nicht vorstellen, ihren harten Job überhaupt so lange durchführen zu können. Mit dem neuen Jahr traten jedoch auch positive Veränderungen ein: Für die große Mehrheit der Schwedischen Rentner in wird die Gesamt­rente im Jahr 2026 steigen. 

Betroffen sind die Einkommens-, Zuschlags- und Betriebsrenten sowie steuerliche Änderungen. Je nach individueller Situation fällt die Erhöhung unterschiedlich aus und liegt bei den Einkommens- und Zuschlagsrenten vor Steuern zwischen 159 und 401 Kronen.

Rente auch in Deutschland brisantes Thema

Auch in Deutschland soll sich bei dem Thema Rente im Jahr 2026 viel verändern. Neben der Einführung der Aktivrente wurden das Renteneintrittsalter um zwei Monate erhöht und liegt bei 1960 geborenen nun bei 66 Jahren und vier Monaten. Weitere Reformen sind für dieses Jahr geplant.