Ab Januar 2026 verzichten zwei Wiener Würstelstände des Betreibers Mike Lanner vorübergehend komplett auf Fleisch. Anlass ist der internationale „Veganuary“, der Menschen dazu bewegen soll, im Januar auf tierische Produkte zu verzichten. Darüber berichtet die Tageszeitung „Kurier“.
Veganuary in Wien: Ein Monat komplett vegan
Während des Aktionsmonats werden an den beiden Ständen ausschließlich pflanzliche Alternativen angeboten. Auf der Speisekarte stehen unter anderem Currywurst aus Seitan sowie ein „Southern Style Backhendl“ aus Austernpilzen.
Der Umstieg ist bewusst zeitlich begrenzt. Betreiber Mike Lanner betont, dass niemand ausgeschlossen werden solle. „Vielleicht kommt noch der vegane Februar, das wäre zumindest die Hoffnung“, wird er in der Tageszeitung „Kurier“ zitiert.
„Der Markt wäre groß genug“ – Betreiber sieht langfristiges Potenzial
Langfristig hält Lanner den Markt für pflanzliche Alternativen für ausreichend groß. „Der Markt wäre groß genug. In Wahrheit bedient man ja nicht nur Veganer, sondern auch Vegetarier und zu einem noch größeren Teil Flexitarier“, sagt Lanner dem „Kurier“.
Bemerkenswert ist der Schritt auch deshalb, weil der letzte rein vegane Würstelstand in Wien bereits im Jahr 2024 schließen musste. Lanners Aktion könnte nun als Testlauf gelten – und als möglicher Impuls für eine Rückkehr pflanzlicher Würstelstand-Konzepte in der österreichischen Hauptstadt.
Der Schritt der Wiener Würstelstände passt in einen größeren Trend: Immer mehr Menschen testen im Januar eine vegane Ernährung – und behalten einzelne Gewohnheiten auch über den „Veganuary“ hinaus bei.
Vegan bleiben nach dem „Veganuary“: 3 einfache Tipps
- Mikronährstoffe im Blick behalten: Vitamin B12, Jod, Eisen und Calcium sollten gezielt berücksichtigt werden – unabhängig davon, ob jemand vegan oder omnivor lebt.
- Ersatzprodukte bewusst nutzen: Pflanzliche Alternativen können den Umstieg erleichtern, sollten aber nicht die Basis der Ernährung bilden.
- Pflanzliche Proteine einplanen: Hülsenfrüchte, Tofu, Nüsse und Samen helfen, den Proteinbedarf auch ohne tierische Produkte zu decken.