„Bussi-Bussi-Show“ mit Wintersport-Star bringt hochrangigen Politiker in Bedrängnis

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Andreas Babler ließ sich bei der Vierschanzentournee in Innsbruck vom Ministeriumsfotografen ablichten – auf Kosten der Steuerzahler. Das sorgt für Kritik.

Innsbruck – Andreas Babler, Vizekanzler und Sportminister Österreichs, gerät erneut wegen fragwürdiger Ausgaben öffentlicher Gelder unter Druck. Der SPÖ-Chef ließ sich bei seinem Besuch der Vierschanzentournee am Bergisel in Innsbruck am Sonntag (4. Januar 2026) vom offiziellen Ministeriumsfotografen begleiten – auf Kosten der Steuerzahler.

Andreas Babler (rechts) war bei der Vierschanzentournee zu Gast. © Facebook @ Andreas Babler

Die FPÖ kündigt – wie heute.at erfuhr – nun eine parlamentarische Anfrage an, um die genauen Kosten dieser Foto-Begleitung aufzudecken. Babler war nach Innsbruck gereist, um den Sieg des Japaners Ren Nikaidō mitzuerleben und dem österreichischen Skispringer Stephan Embacher zu gratulieren, der sich aufs Podest gekämpft hatte. Doch statt sich auf seine Funktion als Sportminister zu konzentrieren, dokumentierte Babler seinen Aufenthalt ausgiebig auf Social Media.

Hochrangiger Politiker gerät wegen Fotos bei Vierschanzentournee in den Fokus

Besonders pikant: Der mitgereiste Ministeriumsfotograf setzte nicht nur offizielle Termine in Szene, sondern auch private Treffen mit Parteigenossen wie Tirols neuem Vize-Landeschef Philip Wohlgemuth sowie ein Selfie mit den Heiligen Drei Königen. FPÖ-Abgeordnete Lisa Schuch-Gubik übt scharfe Kritik an dieser Praxis und wirft Babler vor, personelle Infrastruktur aus dem Ministerium zweckzuentfremden.

„Offenbar nutzt SPÖ-Chef Babler staatliche Ressourcen, um sich und seine roten Freunde ins rechte beziehungsweise linke Licht zu rücken“, so Schuch-Gubik. Sie kündigt eine parlamentarische Anfrage an, um Klarheit über die Kosten zu schaffen. Ihre deutliche Formulierung: „Die Steuerzahler fragen sich zu Recht, warum sie für Bablers Selfie – samt Bussi-Bussi-Show mit dem SPÖ-Tirol-Chef zahlen müssen.“

Der Vorfall reiht sich ein in eine Serie kostspieliger Auftritte des Vizekanzlers. Erst im September 2025 sorgte Bablers USA-Reise zur Übergabe von Notenblättern für Empörung. Der Trip kostete die Steuerzahler knapp 14.000 Euro, ein Foto an einer Straßenlaterne löste einen Shitstorm auf Social Media aus. Nun droht dem SPÖ-Chef erneut Ungemach aus dem Parlament. Die Opposition nutzt den Fall, um Bablers Umgang mit öffentlichen Geldern grundsätzlich infrage zu stellen. (kk)