Australien hat schon andere abgewiesen: Darf Gil Ofarim überhaupt ins Dschungelcamp einreisen?

Am 23. Januar startet die 19. Staffel von "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!" bei RTL. Insgesamt zwölf Prominente kämpfen dann um die begehrte Dschungelkrone. Mit dabei ist auch Gil Ofarim, der 2023 wegen Verleumdung und falscher Verdächtigung vor Gericht stand.

Könnte seine bewegte Vergangenheit dem Musiker nun zum Verhängnis werden? Immerhin hat Australien in der Vergangenheit mehreren Kandidaten, die mit dem Gesetz in Konflikt geraten waren, die Einreise verweigert.

Hier sind alle diesjährigen Dschungelcamp-Kandidaten im Überblick.

Strenge Einreisebedingungen für die Dschungelcamp-Stars

Australien gilt als besonders streng, wenn es um die Einreise von Personen mit strafrechtlicher Vergangenheit geht. "Wir können Ihnen die Einreise nach Australien verweigern, wenn Sie in Australien oder im Ausland strafrechtlich verurteilt wurden oder Anklagen gegen Sie vorliegen", zitiert "t-online" das australische Innenministerium.

Ob ein Visum tatsächlich abgelehnt wird, hängt jedoch vom jeweiligen Einzelfall ab. In der Regel betrifft die Regelung Personen, die wegen schwerer Delikte zu Haftstrafen von mindestens zwölf Monaten verurteilt wurden.

Auf Gil Ofarim trifft dies nicht zu. Zwar müssen Antragstellende im Visumsverfahren Angaben zu laufenden Verfahren oder Vorstrafen machen, eine Vorstrafe liegt bei dem Musiker jedoch nicht vor. Nach seinem Geständnis wurde das Verfahren gegen Zahlung einer Geldauflage in Höhe von 10.000 Euro eingestellt, ein Eintrag ins Strafregister erfolgte nicht.

Abhaken kann der Skandal-Musiker seine Vergangenheit dennoch nicht, denn wegen Gil Ofarims Teilnahme drohen Dschungelcamp-Fans nun sogar mit einem Boykott.

Gil Ofarim hatte fälschlicherweise einen Hotelmitarbeiter des antisemitischen Verhaltens beschuldigt.
Gil Ofarim hatte fälschlicherweise einen Hotelmitarbeiter des antisemitischen Verhaltens beschuldigt. IMAGO / Christian Grube

Diese Promis durften nicht in den Dschungel einreisen

Gil Ofarim kann zunächst aufatmen. Der letzte Fall, in dem einem Kandidaten die Einreise verweigert wurde, liegt jedoch noch nicht lange zurück. Im Januar 2023 sollte Martin Semmelrogge ins Dschungelcamp ziehen. Der Schauspieler war zuvor unter anderem wegen Verkehrsdelikten, Urkundenfälschung, Drogenbesitz und Diebstahl verurteilt worden. Nach langem Hin und Her musste er zurück nach Deutschland reisen.

Stattdessen nahm Djamila Rowe teil und wurde schließlich Dschungelkönigin. Ihre Staffel wurde jedoch von einem Skandal überschattet, der sich abseits des Camps ereignete: Ihre Begleitung Yvonne Woelke bandelte hinter den Kulissen mit dem Ehemann von Iris Katzenberger (damals Klein) an, woraufhin deren Ehe zerbrach.

Ähnlich erging es Bert Wollersheim im Jahr 2016. Am Flughafen in Brisbane wurde der TV-Star gestoppt, weil er zu viel Bargeld mitführte. Die Beamten prüften daraufhin Vorstrafen und stießen auf einen alten Haftbefehl wegen erpresserischen Menschenraubs. Die Einreise wurde ihm daraufhin verweigert.

Martin Semmelrogge wurde im Jahr 2023 die Einreise ins Dschungelcamp verweigert.
Martin Semmelrogge wurde im Jahr 2023 die Einreise ins Dschungelcamp verweigert. IMAGO / Panama Pictures

Auch die Teilnahme von Jens Büchner (†) war gefährdet

Im Jahr 2017 stand auch die Einreise des inzwischen verstorbenen Ballermann-Stars Jens Büchner auf der Kippe. Der Mallorca-Auswanderer hatte aus seiner Zeit als Versicherungsvertreter eine sechsmonatige Freiheitsstrafe wegen Anlagebetrugs erhalten, die 2014 zu zwei Jahren auf Bewährung ausgesetzt wurde.

In Australien konnte er schließlich aufatmen. "Nein, es gab keine Probleme. Man sollte immer bei der Wahrheit bleiben, und ich bleibe immer bei der Wahrheit. Mein Visum wurde rechtlich korrekt ausgestellt, und somit ist alles im dunkelgrünen Bereich", erklärte er damals gegenüber "Bild".

Übrigens: Nach massiver Kritik rechtfertigt RTL die Teilnahme von Gil Ofarim.