Der dreifache Vater Jacob Caroll ist laut „The Mirror“ rund 285 Meilen (rund 426 Kilometer) von Chichester nach Scarborough gefahren, um dort seine Fahrprüfung zu absolvieren. Vor Ort erklärte dann die Prüferin, sie könne wegen einiger Regentropfen auf dem Beifahrersitz nicht einsteigen. Die Prüfung wurde abgebrochen, der Termin gilt als nicht wahrgenommen.
Fahrprüfung platzt – Familie bleibt auf den Kosten sitzen
Caroll bot ihr nach eigenen Angaben sogar eine Decke an, doch die Prüferin lehnte ab und beendete den Termin, ohne dass das Auto überhaupt losfuhr. Seine Schwiegermutter schildert, wie die Familie fassungslos reagierte, weil Anreise, Hotel und Prüfungsgebühr komplett verloren seien. Die zuständige britische Behörde DVSA wollte den Einzelfall nicht kommentieren und verwies nur auf das Beschwerdeverfahren für Fahrschüler.
Was Fahrschüler aus dem Fall mitnehmen können
Der Fall zeigt, wie wichtig der Zustand des Prüfungsfahrzeugs ist – nicht nur technisch, sondern auch im Innenraum. Fahrschüler sollten Sitzflächen bei Regen mit Handtüchern oder Schonbezügen schützen und das Auto vorbereiten. So soll es keinerlei Anlass zur Beanstandung gibt. Wer sich wie Jacob Caroll ungerecht behandelt fühlt, sollte den Vorfall dokumentieren und möglichst rasch Beschwerde einlegen, betont „The Mirror“.
Führerschein wird zur Hürde – Reform soll Kosten bremsen
In Deutschland sinken die Bestehensquoten seit Jahren: Laut Auswertungen fällt inzwischen rund jeder zweite Fahrschüler mindestens einmal durch. Ein Verkehrspsychologe erklärt, warum insbesondere viele junge Menschen „zu blöd zum Autofahren“ seien.
Parallel arbeitet das Verkehrsministerium an einer Reform, die den Führerschein durch weniger Theoriefragen, mehr Online-Unterricht und Fahrsimulatoren günstiger machen soll. Wie der Minister im vergangenen Jahr betonte, ist ausdrücklich eine Kostenbremse geplant.