Der überraschende Sturz des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro hat weltweit für Aufsehen gesorgt. Während westliche Länder vorsichtig auf die Machtdemonstration der USA reagierten, verurteilten andere Staaten, darunter Russland, die militärischen Aktionen scharf. Moskau zeigte sich besonders empört über die Intervention und versprach, Venezuela bei der Verteidigung seiner Souveränität zu unterstützen.
Empfindlicher Schlag für Moskau
Die Niederlage des venezolanischen Präsidenten stellt einen empfindlichen Schlag für Moskaus internationales Prestige dar und gefährdet seine Ambitionen in Lateinamerika. Seit der militärischen Unterstützung des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad im Jahr 2015 hat Russland sich als verlässlicher Partner für autoritäre Regime positioniert - ein Narrativ, das durch Maduros schnellen Fall ins Wanken gerät.
Der ultranationalistische Philosoph Alexander Dugin bezeichnete den Vorfall laut „Telegraph“ als „scharfe und akute Herausforderung für Russland“ und warnte davor, dass die US-amerikanischen militärischen Schritte auch auf russischem Boden angewendet werden könnten. Igor Girkin, bekannt durch seine Rolle bei der MH-17-Katastrophe, beklagte, dass „ein weiteres Land, das auf Russlands Hilfe zählte, diese nicht erhalten hat“. Er führte dies auf Russlands „blutigen Sumpf in der Ukraine“ zurück, der Moskaus Ressourcen binde.
Schwäche russischer Luftabwehr offengelegt
Besonders alarmierend für Moskau ist die Schwäche der russischen Luftabwehrsysteme, die in Venezuela eingesetzt wurden. Trotz der laut „CNN“ massiven Präsenz von S-300- und S-400-Systemen konnten US-Hubschrauber ungehindert in Caracas operieren. Diese Schwäche könnte laut „Telegraph“ langfristig Russlands Position als führender Waffenexporteur gefährden und das Vertrauen von Kunden wie Indien erschüttern.