Trump will mehr skandinavische Einwanderer – ein Norweger lehnt Angebot als miserabel ab

Am 9. Dezember sprach US-Präsident Donald Trump bei einer Kundgebung in Mount Pocono über Migration und Einwanderung. Laut „Newsweek“ kritisierte er, dass die USA zu viele Menschen aus „s***hole countries“ aufnehmen und forderte stattdessen mehr Einwanderer aus Ländern wie Norwegen, Schweden oder Dänemark. 

Dieser Kommentar eines Norwegers ging daraufhin viral

Chris Lund, ein 43-jähriger Musiker aus Norwegen, reagierte darauf mit einem Beitrag auf „Threads“. Er schrieb: „Trump will mehr Einwanderer aus Norwegen. Ich habe das Angebot geprüft und muss ablehnen. Die Vorteile sind miserabel.“ Lund verglich die amerikanischen Arbeitsbedingungen mit denen in Norwegen: „Wir haben fünf Wochen Urlaub, ihr zwei. Unsere Elternzeit beträgt ein Jahr, eure ist ‚viel Glück‘. Eure Gesundheitsversorgung ist GoFundMe, unsere ist kostenlos.“ 

Donald Trump
US-Präsident Donald Trump Alex Brandon/ap/dpa

„Von einem Spa zu einem brennenden Hot-Dog-Stand“

Lunds Beitrag erhielt laut „Newsweek“ über 83.000 Likes und zahlreiche zustimmende Kommentare. Er erklärte, dass ein Umzug in die USA für Norweger „wie der Wechsel von einem Spa zu einem brennenden Hot-Dog-Stand“ sei. Norwegen bietet seinen Bürgern umfassende Sozialleistungen wie kostenlose Gesundheitsversorgung und lange Elternzeiten. Lund betonte, dass er die USA früher als Traumziel sah, heute jedoch eher als „Warnung“.

Kritik an Trumps Forderung

Lund wies darauf hin, dass Norweger bei einer Einwanderung in die USA vermutlich nicht für Trump stimmen würden. „Wir würden für das wählen, was er ‚Sozialismus‘ nennt“, sagte er gegenüber „Newsweek“. Eine Sprecherin des Weißen Hauses verteidigte Trumps Aussagen und bezeichnete Amerika als „das großartigste Land der Welt“. Lund hingegen betonte, dass die Politik und Wirtschaft der USA globale Auswirkungen haben und daher weltweit beobachtet werden müssen.