Seit Monaten lassen sich die Fenster nicht mehr öffnen: „Unangenehme Geruchsentwicklung“ in Turnhalle

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Die Oberlichtfenster in der Turnhalle St. Johann lassen sich nicht mehr öffnen. Nun gibt es Beschwerden über Gestank und Dreck.

Peißenberg – Frische Luft ist für Sportler ein wesentlicher Faktor für Leistungsfähigkeit und körperliche Fitness. Diesbezüglich bietet die von Vereinen wie dem TSV Peißenberg oder der Kolpingsfamilie genutzte Schulturnhalle von St. Johann derzeit eher mäßige Bedingungen. Seit ein paar Monaten lassen sich die Oberlichtfenster nicht mehr per Knopfdruck öffnen. Aufs Tapet im Marktrat hatte das Thema bereits im November Stephan Beyer gebracht. Den Gemeinderat der Grünen-Fraktion hatten „mehrere Nutzer“ darauf hingewiesen. Der Umstand, nicht lüften zu können, so Beyer, „führt zu unangenehmen Geruchsentwicklungen“.

Turnhalle (Symbolbild)
Die Oberlichtfenster der Schulturnhalle von St. Johann lassen sich seit Monaten nicht mehr automatisch öffnen (Symbolbild). © IMAGO/Anke Waelischmiller

Steuerung soll demnächst repariert werden

In der Dezember-Sitzung des Marktrats gab nun die Rathausverwaltung eine ausführliche Stellungnahme ab. Bauamtsmitarbeiter Stefan Pröbstl erklärte, dass man Anfang 2025 bezüglich der Fenster beschlossen hatte, von der Bussteuerung auf ein herkömmliches Bediensystem umzustellen: „Dies wurde uns von einer Elektrofirma so empfohlen.“ Der geplante Umbau, so Pröbstl, habe sich in der Planung aber als deutlich schwieriger erwiesen, als angenommen. Man habe kein alternatives Steuerungssystem gefunden, sodass man an der Bussteuerung festhalte.

Das Problem: Die eingebaute Bussteuerung funktioniert derzeit nicht, sie müsste repariert werden. Das soll laut Pröbstl im Januar, spätestens aber im Februar geschehen. Die Fenster würden sich momentan nur vom Hausmeister der St.-Johann-Grundschule manuell bedienen lassen – allerdings lediglich bei dessen Anwesenheit zu Schulzeiten. „Abends könnte es ein Problem sein“, räumte Pröbstl auf Nachfrage von Stephan Beyer ein. Cornelia Wutz (Bürgervereinigung) schlug vor, den Vereinsnutzern einen Teil der Hallenmiete zu erlassen – „solange sie im Gestank Sport treiben müssen“. Von der Idee war Bürgermeister Frank Zellner (CSU) angesichts der niedrigen Mietzahlungen nicht begeistert: „Das halte ich bei der Summe für nicht realistisch.“

Beschwerden wegen mangelnder Sauberkeit

Walter Wurzinger (Freie Wähler) verwies generell auf „vermehrte Beschwerden der Nutzer“ bezüglich der Sauberkeit in der St.-Johann-Turnhalle. Es könne nicht sein, dass die Sportstätte zum Beispiel nach einer Generalreinigung genauso dreckig wie vorher aussehe. Die Rathausverwaltung müsse diesbezüglich die Reinigungsfirma überwachen. „Ich bitte, dass man sich darum kümmert. Das ist kein Zustand und den Nutzern nicht zumutbar“, so Wurzinger. Nach Informationen der Heimatzeitung musste die Reinigungsfirma nach der Generalreinigung im November noch einmal zum Nacharbeiten antreten. „Die Kollegen in der Verwaltung sind dran“, erklärte Zellner im Marktrat.