„Ihre Tage sind gezählt“: US-Senator droht der nächsten Regierung

Nach der Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro durch US-Streitkräfte hat Senator Lindsey Graham Kuba scharf kritisiert. Das berichtet „Newsweek“. Der bekannte Republikaner aus South Carolina erklärte an Bord der Air Force One: „Kuba ist eine kommunistische Diktatur, die Priester und Nonnen getötet hat. Sie haben ihre eigenen Leute ausgebeutet. Ihre Tage sind gezählt.“ 

Trump in der Air Force One
Trump in der Air Force One The White House

US-Regierung spricht von Polizeiaktion

Nach offizieller Darstellung handelte es sich bei der Gefangennahme von Maduro nicht um einen Einsatz zur Durchsetzung eines Machtwechsels, sondern lediglich um eine Polizeiaktion mit militärischer Unterstützung. Maduro soll nun in New York unter anderem wegen Drogenschmuggels der Prozess gemacht werden. 

Ob es der US-Regierung allerdings tatsächlich um den Kampf gegen den Drogenhandel geht, darf zumindest bezweifelt werden. Schließlich begnadigte Trump kürzlich den honduranischen Ex-Präsidenten Juan Orlando Hernández, der in den USA eine Haftstrafe von 45 Jahren wegen Verwicklung in den Drogenhandel verbüßte.

„Kuba ist bereit zu fallen“

Trump äußerte zudem scharfe Kritik an Kolumbiens Präsident Gustavo Petro und forderte „totalen Zugang“ von Venezuelas Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez.
Zu Kuba äußerte er sich ebenfalls: „Kuba ist bereit zu fallen“, sagte der US-Präsident laut „Newsweek“ zu den Reportern an Bord der Air Force One. Graham stimmte dem mit einem enthusiastischen „Ja“ zu. 

Trump betonte zudem, dass Kubas Wirtschaft stark von Venezuela und dessen Öl abhängig sei und daher besonders anfällig sei.