Frau hält 42-jährigen Partner für betrunken – wenig später folgt eine Schockdiagnose

Adam Watkins (42) aus Cardiff an der Südküste von Wales erlitt letzten Sommer einen leichten Schlaganfall, eine sogenannte transitorische ischämische Attacke (kurz: TIA). An einem Sonntagmorgen habe sich sein Arm taub angefühlt. "Ich dachte, ich hätte nur ungünstig darauf geschlafen. Doch im Laufe der nächsten ein bis zwei Stunden wurde es immer schlimmer", erzählte Watkins dem Nachrichtenportal "Wales Online".

Partnerin Laura hielt Watkins erst für betrunken, doch als sein Gesicht zu hängen begann, ging es für ihn sofort ins Krankenhaus. Die Ursache des Schlaganfalls: 25 Jahren Rauchen in Kombination mit einer erblichen Blutkrankheit.

Polyzythämie und Rauchen erhöhten Schlaganfallrisiko

Watkins leidet an Polyzythämie, einer Überproduktion roter Blutkörperchen, die sein Schlaganfallrisiko erhöhte. "Rauchen ist besonders gefährlich bei Polyzythämie, weil es das Blut verdickt und die Sauerstoffversorgung des Körpers beeinträchtigt", erklärte der 42-Jährige gegenüber "Wales Online".

42-Jähriger schwört nach Schlaganfall dem Nikotin ab

Die TIA wurde für Watkins ein Weckruf. Inzwischen hat er gemeinsam mit Freundin Laura dem Nikotin abgeschworen. "Ein paar Wochen nach dem Rauchstopp fühlte es sich an, als hätte ich eine dritte Lunge", sagte Watkins gegenüber "Wales Online".

Schlaganfallrisiken für Raucher und Passivraucher

Studien zufolge erhöht Rauchen das Risiko für Schlaganfälle deutlich. Aktive Raucher haben laut der World Stroke Organization ein 1,5‑ bis 2‑fach höheres Risiko als Nichtraucher, einen Schlaganfall zu erleiden. 

Schadstoffe im Tabakrauch schädigen die Blutgefäße, dazu fördern sie Blutgerinnsel und erhöhen den Blutdruck. Bei starken Rauchern steigt das Risiko noch weiter, und auch Passivrauchen kann das Schlaganfallrisiko um etwa 20 Prozent erhöhen.