Er leitete Operation "Spinnennetz": Selenskyj drängt populären Geheimdienstchef zu Rücktritt

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat laut dem ukrainischen Nachrichtenportal "Ukrajinska Prawda" den populären Chef des ukrainischen Inlandsgeheimdienstes SBU, Wasyl Maljuk, zum Rücktritt gedrängt. Laut dem Portal hat Maljuk nun seinen Rücktritt angeboten. Er wolle angesichts eines möglichen Konfliktes Schaden vom Amt des Präsident der Ukraine abwenden, heißt es. 

Zuvor hatten sich viele einflussreiche und prominente Ukraine aus Politik, Militär und Gesellschaft für den Verbleibt Maljuks in seiner Position ausgesprochen. 

Maljuk ist als Strippenzieher bekannt

Der kantige Geheimdienstler gilt unter anderem als Strippenzieher hinter der Aktion "Spinnennetz", bei der die Ukraine im vergangenen Jahr mehrere Flugzeuge der russischen Bomberflotte mit Drohnen, die von Lastwagen abgesetzt wurden, zerstörte. Auch gilt er als Kopf hinter dem Programm für Seedrohnen, mit dem die Ukraine Russlands Schwarzmeerflotte dezimiert hat.  

Zusätzlicher Wechsel im Verteidigungsministerium

Zudem kündigt Selenskyj erneut einen Wechsel an der Spitze des Verteidigungsministeriums an. Der Vizeregierungschef und Minister für digitale Transformation, Mychajlo Fedorow, soll das Amt von Denys Schmyhal übernehmen, wie er sagte. Schmyhal soll das Energieministerium führen. Der 34 Jahre alte Fedorow ist Spezialist für Drohnen und Digitalisierung. Das Parlament muss der Personalie zustimmen.