„Altwirt" bleibt zentrales Projekt in Oberbayerischer Kommune

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Die Suche nach einem neuen Pächter für den Altwirt in Reichersbeuern läuft immer noch. © Arndt Pröhl

Bürgermeister Ernst Dieckmann blickt auf ein arbeitsreiches Jahr zurück. Ab März startet ein ambulanter Pflegedienst. Der Betrieb des einzigen Wirtshauses im Dorf bleibt ein zentrales Thema.

Reichersbeuern – „Es war ein arbeitsreiches Jahr“, betonte Bürgermeister Ernst Dieckmann bei der letzten Gemeinderatssitzung des Jahres im Reichersbeurer Sitzungssaal und gab einen Rückblick auf die Projekte 2025.

Rückblick auf Projekte 2025

Anfang des Jahres fiel die Entscheidung, gemeinsam mit der Gemeinde Waakirchen eine Informationstafel für das Denkmal für den Todesmarsch der Häftlinge des Konzentrationslagers Dachau aufzustellen. Weitere zentrale Themen folgten: der Flächennutzungsplan im Bereich Reintal sowie Anpassungen im Kinderbetreuungsbereich. Letzterer sei „der größte Posten im Haushalt“, so Dieckmann. Ein Schwerpunkt lag auf der Entwicklung der Ortsmitte und der Sanierung des Altwirtsaals. Die Planung gehe nun in die Umsetzungsphase, für die Sanierung des Altwirtsaals sei inzwischen ein Förderantrag eingereicht worden.

Hoffnung auf neue Lösung für „Altwirt“

Eine Herausforderung war und ist die allgemeine Situation um den „Altwirt“. Nachdem das Pachtverhältnis nicht verlängert werden konnte, gelang es der Gemeinde, einen Eigenbetrieb aufzubauen. An zwei Tagen pro Woche ist das Wirtshaus geöffnet. „Das wäre ohne engagiertes Personal nicht möglich“, betonte Dieckmann. Für das neue Jahr hoffe man auf eine dauerhafte Lösung.

Auch personelle Veränderungen prägten das Jahr: Margit Engl und später Martina von Sigriz schieden aus dem Gemeinderat aus, Nachfolger wurden Pauline Leopold und Philipp Minzlaff. Mit Blick auf die Kommunalwahl wurde Sepp Wagner zum Wahlleiter bestellt, sein Stellvertreter ist Christian von Hörner. Erfreulich befand Dieckmann, dass Hausärztin Dr. Johanna Eras seit Kurzem über einen vollen Kassensitz verfügt. Ab März 2026 wird zudem ein ambulanter Pflegedienst seine Arbeit aufnehmen. „Hausärztin und ambulanter Pflegedienst sind eine hervorragende Kombination“, sagte Dieckmann hinsichtlich möglicher weiterer Konzepte wie seniorengerechtes Wohnen.

Zweiter Bürgermeister zieht sich zurück

Bei der Kommunalwahl im März wird einer nicht mehr kandidieren: der Zweite Bürgermeister Andreas Melf (wir berichteten). „Das tut schon ein bisschen weh“, sagte Dieckmann und würdigte die sehr gute Zusammenarbeit, auch mit Verwaltung, Firmen und Ehrenamtlichen. „Alleine kann man nichts schaffen“, schloss Dieckmann. Als Beispiel nannte er den großen Faschingsumzug 2025, der gezeigt habe, „zu was unsere Dörfer fähig sind, wenn sie zusammenhalten“.