Der Eurovision Song Contest 2026 wird in Wien ausgetragen. Einer der bekanntesten Namen der jüngeren ESC-Geschichte wird dabei Teil des Programms sein: Tom Neuwirth kündigte an, beim Wettbewerb mitzuwirken. „Was genau ich mache, weiß ich auch noch nicht“, so der Künstler im Gespräch mit dem ORF Steiermark.
Kaum wiederzuerkennen: So sieht ESC-Star Conchita Wurst ohne Make-up und Perücke aus.
Im Zusammenhang mit dem Song Contest sprach Neuwirth über die Bedeutung des Wettbewerbs für seinen eigenen Werdegang. Der ESC habe sein Leben nachhaltig geprägt. Zugleich betonte er, dass für einen Erfolg beim Wettbewerb vor allem der Auftritt des Abends entscheidend sei.
Dabei könne sowohl eine aufwendig produzierte Nummer als auch eine reduzierte Darbietung überzeugen. „Manchmal gewinnt das Lied, das am ärgsten produziert ist und am lautesten und hin und her. Und dann ein paar Jahre zurück, Lissabon in Portugal, mein Lieblingsbeispiel, gewinnen ein Klavier und eine Stimme“, sagt Neuwirth.
Neuwirth nahm 2014 unter dem Künstlernamen Conchita Wurst für Österreich am Eurovision Song Contest teil und gewann den Wettbewerb. Seitdem ist er sowohl als Sänger als auch als Schauspieler tätig, unter anderem auf Theaterbühnen und im Musikbereich.
ESC 2026 sorgt im Vorfeld für Diskussionen
Der ESC 2026 wird von politischen Spannungen begleitet. Auslöser sind vor allem Diskussionen rund um die Teilnahme Israels am Wettbewerb. In mehreren Ländern haben Künstler sowie zivilgesellschaftliche Gruppen einen ESC-Boykott gefordert oder kritische Stellungnahmen angekündigt. Sie verweisen auf den Nahost-Konflikt und stellen die Vereinbarkeit der Teilnahme Israels mit den Grundsätzen des Wettbewerbs infrage.
Die Europäische Rundfunkunion hält bislang an der ESC-Teilnahme Israels fest und betont den unpolitischen Charakter des Song Contests.