„Peinlich“: Umstrittener Skisprung-Weltmeister bricht Tournee ab

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Nach seinem enttäuschenden Qualifikationsaus vor dem dritten Springen in Innsbruck bricht der WM- und Olympiasieger die Vierschanzentournee ab.

Innsbruck – Der norwegische Skispringer Marius Lindvik hat nach einem enttäuschenden 51. Platz in der Qualifikation, der ihm sein Startrecht für das Bergiselspringen in Innsbruck kostet, die 74. Vierschanzentournee vorzeitig beendet. Statt zum Finale nach Bischofshofen zu reisen, wird der 27-Jährige nach Lillehammer zurückkehren.

Ski-VM 2025
Marius Lindvik wurde 2025 in Trondheim vor dem Deutschen Andreas Wellinger Weltmeister auf der Normalschanze. © IMAGO/Terje Pedersen

Dort soll er unter Leitung von Assistenztrainer Andreas Vilberg trainieren und sich auf die restliche Saison – inklusive Olympia – vorbereiten. Die Entscheidung fiel wohl auch mit den bisher ernüchternden Tournee-Ergebnissen Lindviks in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen im Hinterkopf, wo der Olympiasieger und Weltmeister lediglich die Plätze 23 und 22 belegte.

Olympiasieger Lindvik bricht Vierschanzentournee ab

Lindvik, der im Gesamtweltcup derzeit den 20. Platz belegt, äußerte sich enttäuscht über seine Leistung. „Es ist so schlimm, dass es mir peinlich ist. Ich habe keine Ahnung, warum das passiert. Es ist einfach nur ärgerlich“, erklärte er der norwegischen Tageszeitung Dagbladet. Diese Worte spiegeln die allgemeine Unzufriedenheit im norwegischen Team wider, das bei dieser Tournee insgesamt enttäuschend abschnitt.

Lindvik war einer der Hauptprotagonisten des Skandals bei der norwegischen Heim-WM im vergangenen Jahr, bei dem Manipulationen an den Anzügen zur Disqualifikation führten. Obwohl er seine Unschuld bis heute beteuert, haben die strengeren Kontrollen und Veränderungen an den Anzügen offenbar auch seine Leistung beeinträchtigt.

Das norwegische Team hat beschlossen, Benjamin Østvlod als Ersatz für Lindvik in Bischofshofen einzusetzen. Østvlod, der sich über seine Chance freut, sagte: „Bischofshofen ist eine Schanze, an die ich sehr schöne Erinnerungen habe. Ich habe das Gefühl, dass ich einige großartige Trainingswochen hatte, die sich ausgezahlt haben.“

Für das norwegische Team ist Kristoffer Eriksen Sundal derzeit der beste Athlet in der Tournee-Gesamtwertung, er liegt auf dem zwölften Platz. Die Vierschanzentournee verlief für die Norweger insgesamt enttäuschend, und Lindviks vorzeitiger Ausstieg unterstreicht die Herausforderungen, denen das Team gegenübersteht.

Für Lindvik geht es nun darum, in Lillehammer an seiner Form zu arbeiten und sich auf die kommenden Wettkämpfe sowie die Olympischen Spiele vorzubereiten. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob er und das norwegische Team die nötigen Anpassungen vornehmen können, um wieder an frühere Erfolge anzuknüpfen. (hbr)

Информация на этой странице взята из источника: https://www.merkur.de/sport/wintersport/peinlich-umstrittener-skisprung-weltmeister-bricht-tournee-ab-zr-94107862.html