Im Wald fand er seine Erfüllung: Franz-Xaver Straßberger aus Au stirbt mit 39 Jahren nach schwerer Krankheit

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Mit Peitsche: Der „Franze“ war bei den Wolfersdorfer Goaßlschnalzern aktiv. © Hellerbrand

Franz-Xaver Straßberger aus Au ließ sich von einer schweren Krankheit nicht die Lebensfreude nehmen. Nun unterlag der „Franze“ dieser allerdings im Alter von 39 Jahren.

Au/Hallertau – Im Alter von 39 Jahren ist am 29. Dezember Franz-Xaver Straßberger aus Au gestorben. Der „Franze“, wie ihn Familie und Freunde nannten, scheidet damit nur wenige Wochen nach seinem Opa, Josef Straßberger, aus dem Leben. Besonders tragisch: Noch beim Begräbnis des im Alter von 96 Jahren verstorbenen „Gratzmoar-Sepps“ hatte der „Franze“ die Urne seines Großvaters zum Grab getragen und ihm somit die letzte Ehre erwiesen. Mit dem Opa hatte der „Franze“ zeitlebens ein inniges Verhältnis. Eine große Lücke hinterlässt der „Franze“ in der Familie, besonders seine Mutter, Markträtin Rita Straßberger, trauert um den Verlust des einzigen Sohnes.

Straßberger, der am 16. April 1986 in Mainburg zur Welt kam, war in jungen Jahren Ministrant, spielte Fußball und absolvierte nach der Mittleren Reife eine Zimmererlehre im Holzbaubetrieb Geier in Rudelzhausen. Denn das Holz hatte es ihm bis zuletzt angetan, vor allem das Arbeiten im Wald und die dabei herrschende Ruhe zählten zu seinen großen Leidenschaften. Denn vor rund zehn Jahren hatte sich sein Leben mit der Diagnose einer schweren Krankheit schlagartig geändert. Ein Schicksal, das der „Franze“ jedoch aufopferungsvoll hinnahm. Auch wenn ihm daraufhin die Ausübung seines Berufs als Zimmermann nicht mehr vergönnt war, so fand Straßberger in der Folge dennoch in seinem Wald die Erfüllung, wo er sich dessen Pflege sowie dem Herrichten von Brennholz annahm.

In vielen Kreisen war seine Anwesenheit geschätzt und willkommen. Etwa bei den Wolfersdorfer Goaßschnalzern, mit denen er bei vielen Auftritten mehrere Jahre die Peitsche knallen ließ. Auch bei der Feuerwehr Au sowie den „Maibaumbuam“ engagierte sich der „Franze“ ehrenamtlich. Sein besonderer Herzensverein waren die „Boarisch Gmiadlichen“, die sich Tradition, Heimatpflege und den Erhalt der bayerischen Lebensart auf die Fahnen geschrieben haben. Deren regelmäßige Treffen alle 14 Tage sowie die Ausflüge zählten zu seinen Pflichtterminen, weshalb in diesem Kreis der Verlust eines seiner jüngsten Mitglieder besonders traurig stimmt. Große Begeisterung hatte er auch für den Sport. Gerne verfolgte er die Biathlonwettbewerbe im Fernsehen oder besuchte Spiele des EV Landshut sowie der Handballmannschaft in Zolling.

Am heutigen Montag um 14 Uhr findet in der Pfarrkirche St. Vitus der Trauergottesdienst statt, ehe Franz-Xaver Straßberger danach im Auer Friedhof seine letzte Ruhe findet.