Die Gladiators müssen gegen Passau und Höchstadt ein Feuerwerk abbrennen

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Wird‘s wieder ein feuriger Auftritt? Moritz Köttstorfer (vorne) und seine Teamkollegen sind heiß auf Passau und Höchstadt – zwei direkte Konkurrenten im Kampf um die begehrten Pre-Playoff-Plätze. © Christian Riedel

Die Erding Gladiators empfangen heute die Passau Black Hawks. Am Sonntag geht es nach Höchstadt. Markus Eberhardt fehlt gesperrt.

Erding – „Wir brauchen gar nicht drumherum reden: Das ist für uns das Wochenende der Entscheidung, auch wenn es danach noch acht Spiele sind“, sagt Gladiators-Trainer Thomas Daffner. Seine Mannschaft empfängt heute um 20 Uhr in der Stadtwerke Erding Arena die Passau Black Hawks und tritt am Sonntag um 18 Uhr bei den Höchstadt Alligators an – zwei unmittelbare Konkurrenten im Kampf um einen Pre-Playoff-Platz.

Erding rangiert derzeit auf Platz 13 mit 40 Punkten, Passau ist Neunter mit 47 Zählern, und Höchstadt liegt mit zwei Punkten weniger auf Rang zehn, dem letzten Pre-Playoff-Platz. Dabei kann es jetzt durchaus sein, dass auch noch der 11. Platz reicht.

Heilbronner Falken sind insolvent

Die Heilbronner Falken haben nämlich Insolvenz angemeldet. Das bedeutet nach den Regularien, dass sie nicht an den Playoffs teilnehmen dürfen und auf den letzten Platz gesetzt werden. Fraglich ist, ob sie die Punktrunde zu Ende spielen, und ob dann alle noch ausstehenden Spiele mit 0:5 Toren gegen die Falken gewertet werden, oder ob alle Begegnungen annulliert werden. Letzteres wäre fatal für die Gladiators, die ihre beiden Heimspiele gegen den derzeitigen Tabellenfünften gewonnen haben (3:1, 5:4).

Erdings Banden-Chef will sich mit möglichen Gedankenspielen im Hinblick auf Heilbronn nicht beschäftigen und fordert: „Wir müssen unsere Hausaufgaben machen.“ Gegen die Black Hawks haben die Gladiators nach zwei Niederlagen zuletzt auswärts gewonnen.

Aber der Trainer warnt. „Passau ist eine ganz gefährliche Mannschaft, die im Aufwärtstrend ist“, weiß Daffner. „Sie haben die letzten beiden Spiele gewonnen und wollen natürlich ihre Serie fortsetzen.“ Überragend bei den Black Hawks ist im Moment der erste Block um den 43-jährigen Routinier Andrew Schembri, der in 37 Spielen bereits 48 Scorerpunkte verbucht hat und in der Saison 2014/15 für die Gladiators stürmte.

Was den Erdinger Kader betrifft, so kann der Coach leichte Entwarnung geben. „Die Angeschlagenen kommen langsam zurück“, erzählt Daffner. So wird auch Cheyne Matheson heute dabei sein. Aus Landshut wird voraussichtlich wieder Pascal Steck zum Team stoßen, der sich bei seinen Einsätzen stets als echte Verstärkung präsentiert hat. Umso mehr schmerzt der Ausfall von Markus Eberhardt, der nach seiner Matchstrafe in Bayreuth für zwei Spiele gesperrt wurde.

Gegen Sonntagsgegner Höchstadt gab es nach zwei 3:4-Niederlagen zuletzt einen knappen 2:1-Erfolg. Eine Warnung sollten den Gladiators die letzten beiden Heimauftritte der Alligators sein, mit dem 7:0 gegen Stuttgart und einem unglücklichen 2:3 gegen Spitzenreiter Deggendorf.

„Der Teamspirit ist gut, die Mannschaft hat Selbstvertrauen“, betont Daffner. „Wenn wir voll fokussiert sind, und davon gehe ich aus, dann können und werden wir beide direkten Konkurrenten schlagen.“ Und er fügt noch an: „Wir müssen ein Feuerwerk abbrennen.“ Wenn das gelingt, dann sind die Pre-Playoff-Plätze wieder ganz nah.