Die Situation für Radler in Bernried hat sich verbessert. Trotzdem gibt es noch jede Menge Problemzonen.
Die innerörtlichen Schwachstellen präsentierte Gemeinderat Michael Haberl bei der Sitzung des Gemeinderats nach einer Besichtigung mit dem ADFC (Allgemeinde Deutscher Fahrrad-Club) Bernried-Seeshaupt-Iffeldorf-Penzberg-Sindelsdorf. Diese Besichtigung war vor über drei Jahren, allerdings seien viele Punkte noch nicht oder noch nicht ausreichend umgesetzt worden. Deshalb rief Haberl seine aktualisierten Verbesserungsvorschläge noch einmal in Erinnerung.
Verwirrend ist die Situation beispielsweise an der Kreuzung von Seeshaupter Straße und Am Neuland: Dort steht ortsauswärts ein Vorfahrtsschild auf der Seeshaupter Straße, wenige Meter später folgt ein Schild „Vorfahrt gewähren“. Und auf der anderen Seite der Straße steht wiederum ein Schild „Vorfahrt achten“. „Was gilt denn nun für Radfahrer?“, fragt sich der ADFC. Dieses Problem, so Haberl, bestehe erst seit vergangenem Jahr mit dem Bau des neuen Radweges.
Ähnlich unübersichtlich ist die Situation an der Seeshaupter Straße ortseinwärts vor der Bushaltestelle: Sowohl auf dem Radweg als auch an der Stichstraße steht ein „Vorfahrt-Gewähren-Schild“. Verbesserungsvorschläge, die einfach umzusetzen wären, gibt es für den Weg an der Bahnlinie. Dort sollte ein durchgehender Geh- und Radweg ausgeschildert werden.
Für die Kapellenstraße schlägt der ADFC vor, dort aus Richtung Weilheimer Straße Radfahrer in der Einbahnstraße in Gegenrichtung zuzulassen. An der Weilheimer Straße 18 sollte das Durchfahrtsverbot für Radfahrer aufgehoben werden. Ganz in der Nähe, zwischen Weilheimer Straße 20 und Kapellenstraße, sollte das Schild „Fußgängerweg“ durch das Schild „Gemeinsamer Rad- und Fußweg“ ersetzt werden.
Schlecht und daher auch gefährlich, vor allem wenn es bergab geht, ist nach Ansicht des ADFC der Untergrund auf dem Radweg zwischen der Ortsmitte und Höhenried. Ein bei der Gemeinde bestens bekanntes Problem betrifft die Abstellplätze am Bahnhof. Bei gutem Wetter reichen die vorhandenen bei Weitem nicht aus. Gar keine Abstellmöglichkeiten gibt es an der Bushaltestelle Buchenstraße/Seeshaupter Straße.
Es gibt Zuschüsse für Rad-Abstellplätze
Haberl wies noch darauf hin, dass es ein Förderprogramm des Bundes gibt, das die Schaffung von Abstellplätzen für Fahrräder in Bahnhofsnähe bezuschusst. Es sei nur noch nicht gelungen, den richtigen Mann bei der Bahn, die Kommunen bei der Antragsstellung unterstützt, ans Telefon zu bekommen. Bürgermeister Georg Malter sagte, dass man sich die Vorschläge ansehen werde, zum Teil sei man auch schon an der Umsetzung.