Ein kosmisches Neujahrsgeschenk steht bevor: Der Meteorstrom der Quadrantiden erreicht seinen Höhepunkt. Doch nur die hellsten werden zu sehen sein.
München – Ein faszinierendes astronomisches Schauspiel markiert den Beginn des neuen Jahres: Der Meteorstrom der Quadrantiden erreicht in der Nacht des 3. Januar seinen Höhepunkt. Himmelsbeobachter können besonders gegen 22 Uhr mit zahlreichen Sternschnuppen rechnen – wenn auch unter herausfordernden Bedingungen.
Die zeitliche Überschneidung mit dem Vollmond stellt Sternschnuppen-Fans vor eine Herausforderung. Das intensive Mondlicht wird viele der schwächeren Meteore überstrahlen. Während bei optimalen Bedingungen bis zu 80 Sternschnuppen stündlich zu sehen wären, werden in dieser Nacht voraussichtlich nur die hellsten Exemplare sichtbar sein. Eine Besonderheit der Quadrantiden ist jedoch ihr außergewöhnlich kurzes, aber intensives Maximum, das nur wenige Stunden anhält und einen Beobachtungsversuch dennoch lohnenswert macht.
Quadrantiden: Sternschnuppen kommen aus einem Sternbild, das es nicht mehr gibt
Die Bezeichnung dieser Sternschnuppen hat einen interessanten historischen Hintergrund. Sie stammt vom nicht mehr gebräuchlichen Sternbild Mauerquadrant, das einst zwischen den Konstellationen Bärenhüter, Drache und Herkules verortet war. Alternativ werden sie auch als Bootiden bezeichnet – nach dem Sternbild Bärenhüter (lateinisch: Bootes), aus dessen Richtung sie zu kommen scheinen.
Der Asteroid 2003 EH1 gilt als Verursacher dieses Himmelsphänomens. Er hinterlässt auf seiner Bahn eine Staubspur im All. Wenn die Erde diese Staubwolke durchquert, dringen die winzigen Partikel in die Atmosphäre ein und verglühen durch Reibung – ein Prozess, der die leuchtenden Streifen am Nachthimmel erzeugt.
Beobachtungstipps für die Quadrantiden: So sehen Sie Sternschnuppen trotz Vollmond
Für die besten Beobachtungschancen empfiehlt sich ein Standort abseits städtischer Lichtverschmutzung. Warme Kleidung und eine bequeme Liegemöglichkeit sind unverzichtbar – und vor allem Geduld zahlt sich bei der Sternschnuppenjagd aus. Die Meteore scheinen aus dem nordöstlichen Bereich des Sternbilds Bärenhüter zu kommen, in der Nähe der Deichsel des Großen Wagens. Es ist nicht notwendig, diesen sogenannten Radianten zu lokalisieren, da Sternschnuppen überall am Himmel erscheinen können. Ein entspannter Blick zum Firmament reicht völlig aus.
Die frühen Abendstunden bieten die günstigsten Voraussetzungen, um zumindest einige der helleren Meteore zu entdecken. Die Empfehlung lautet daher: Warm anziehen und den Blick nach oben richten – das erste Himmelsspektakel des Jahres wartet! (Quellen: IMO, eigene Recherche) (tab)
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