Überraschende Wende im Fall der vermissten Debbie: Großeinsatz – mehrere Gebäude durchsucht

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Seit 30 Jahren gilt Debbie als vermisst, nun kommt Bewegung in den Fall. Ermittler durchsuchten gleich mehrere Objekte in Düsseldorf.

Düsseldorf – Der Fall der vermissten „Debbie“ Sassen gilt als einer der rätselhaftesten Kriminalfälle Deutschlands. Rund 30 Jahre gilt das damals acht Jahre alte Mädchen bereits als vermisst. Nun kommt in den Vermisstenfall noch einmal Bewegung. Die Polizei bestätigt, dass gleich mehrere Objekte in Düsseldorf durchsucht wurden. Dabei wurden mögliche Beweismittel sichergestellt.

Deborah, Debbie, Sassen gilt weiterhin als vermisst. Nun kommt Bewegung in den Fall. © Polizei Düsseldorf

In einer gemeinsamen Pressemeldung der Staatsanwaltschaft Düsseldorf und der Polizei Düsseldorf wird der aktuelle Polizeieinsatz im Fall Deborah Sassen bestätigt. „Umfangreiche polizeiliche Maßnahmen führten zu weiteren Ermittlungsansätzen in dem Kriminalfall, dessen Akte nie geschlossen worden war“, so die Polizei weiter.

Mehrere Objekte im Fall der vermissten Debbie Sassen durchsucht

Demnach wurden am Montag, 26. Januar 2026, und am Dienstag mehrere Häuser und Wohnungen in Düsseldorf durchsucht. Dabei waren neben Beamtinnen und Beamten der Mordkommission auch die Bereitschaftspolizei und Spezialisten des BKA vor Ort. Bei dem Einsatz wurden „mögliche Beweismittel“ sichergestellt. Diese werden nun ausgewertet. Nähere Details zu dem Einsatz veröffentlichten Polizei und Staatsanwaltschaft nicht.

Wie die Rheinische Post jedoch berichtet, habe sich der Einsatz unter anderem in der direkten Nachbarschaft ereignet. Demnach soll sich eins der durchsuchten Objekte ganz in der Nähe der damaligen Schule des vermissten Mädchens befunden haben. Das berichtet die Zeitung unter Berufung auf einen Anwohner.

Bei der Durchsuchung sei laut RP online auch eine Sickergrube geleert worden, dafür seien zuvor Pflastersteine aus der Garageneinfahrt entfernt worden. Das Portal berichtet zudem unter Berufung auf den ermittelnden Staatsanwalt, Murat Ayilmaz, dass der aktuelle Einsatz stattgefunden habe, da es „Anlass dazu gab“.

Debbie weiter vermisst: Bericht spricht von einem Verdächtigen

Und auch die Bild will erfahren haben, dass die Objekte im Stadtteil Wersten, unweit der damaligen Grundschule, liegen würden. Das Portal beruft sich auf Polizeikreise. Demnach soll es zudem sogar einen Verdächtigen geben. Dabei handele es sich um einen Mann, der 1996 Zugang zu den nun durchsuchten Objekten gehabt habe. Laut Bild sei dieser Mann zur damaligen Zeit nicht mit der Vermissten in Verbindung gebracht worden. Offiziell bestätigt wurden diese Informationen jedoch nicht.

Bereits im vergangenen Jahr hatte sich die Polizei mit einer aktuellen Mitteilung an die Öffentlichkeit gewandt. Damals, im Februar 2025, hatte die Polizei betont, noch immer von einem Gewaltverbrechen, genauer gesagt von Mord, auszugehen: „Die Mordkommission ruht nicht, um den Fall aufzuklären“.

Debbie verschwand auf dem Heimweg: Polizei bittet auch weiterhin um Hinweise

Auch 30 Jahre nach ihrem Verschwinden gibt der Fall des kleinen Mädchens Rätsel auf. Die damals achtjährige Deborah verschwand am 13. Februar 1996. Das Mädchen hatte am Vormittag die Grundschule am Rheindorfer Weg in Düsseldorf Wersten besucht. Auf dem anschließenden Heimweg, der etwa einen Kilometer lang gewesen sei, verliert sich die Spur des Mädchens. Noch immer ist unklar, was Deborah zugestoßen ist.

Die Kriminalpolizei bittet, trotz der neuen Ermittlungsansätze, weiterhin die Bevölkerung um Hilfe. Wer Hinweise, wie unerheblich sie auch in der eigenen Wahrnehmung sein mögen, geben kann, wendet sich bitte an das Kriminalkommissariat 11 unter der Telefonnummer 0211 870 0.

Auch der Fall Rebecca Reusch sorgt seit Jahren für Aufsehen. Die damals 15-Jährige gilt weiterhin als vermisst. Vor kurzem kam auch in diesen Fall noch einmal Bewegung. Mehr als 30 Jahre galt währenddessen eine junge Studentin als vermisst, die damals 24-Jährige verschwand spurlos. Dann die überraschende Wende: die Frau lebt. Quellen: Polizei, rp-online, Bild (jl)

Информация на этой странице взята из источника: https://www.merkur.de/deutschland/paukenschlag-im-fall-der-vermissten-debbie-grosseinsatz-mehrere-gebaeude-durchsucht-94143092.html