Die USA weiten ihre Militärpräsenz rund um den Iran aus. Senator Lindsey Graham prophezeit ein baldiges Eingreifen und droht dem Mullah-Regime.
Washington, D.C. – Washington, D.C. – Mit einer geheimnisvollen Ankündigung hat Senator Lindsey Graham (Republikaner) für Aufsehen gesorgt. Mit Blick auf die Proteste im Iran sagte der Vertraute von Donald Trump im Interview auf dem TV-Sender Fox News: „Hilfe ist auf dem Weg.“ Danach brach Graham das Gespräch mit Moderator Sean Hannity abrupt ab und schloss mit den Worten: „Mehr werde ich dazu nicht sagen.“
Die mysteriösen Worte Grahams fallen in eine Zeit, in der die Lage im Iran als äußerst angespannt gilt. Trump hatte in Reaktion auf die brutale Niederschlagung der Proteste im Iran dem Mullah-Regime mit einem erneuten Militäreinsatz gedroht. Am Wochenende gab der US-Präsident bekannt, dass sich mehrere Kriegsschiffe der USA auf dem Weg in die Region befinden würden. Laut einer Meldung der Nachrichtenagentur AFP erreichte der US-Flugzeugträger „USS Abraham Lincoln“ am Montag die Gewässer im Nahen Osten. Die sogenannte Flugzeugträgerkampfgruppe („Carrier Strike Group“), die den Flugzeugträger begleitet, besteht aus drei Zerstörern, sieben Flugzeug- und zwei Hubschrauberstaffeln. Am Dienstag kündigte Trump an, weitere US-Militäreinheiten in die Region zu entsenden. „Da ist noch eine andere schöne Armada, die gerade schön in Richtung Iran segelt“, erklärte der Präsident bei einer Rede im US-Bundesstaat Iowa, wie die Jerusalem Post meldet. Das US-Zentralkommando kündigte mehrtägige Militärübungen an, um eine „glaubwürdige, kampfbereite Präsenz“ zu zeigen, meldet die Jerusalem Post.
An das iranische Volk: Präsident Trump steht hinter euch. Hilfe ist auf dem Weg.
Graham gilt als einer der schärfsten Kritiker des Mullah-Regimes im Iran. Im Interview auf Fox News unterstrich der Republikaner, dem ein großer Einfluss auf den amtierenden US-Präsidenten nachgesagt wird, diese Position. „Wenn Donald Trump dir etwas verspricht, wird er es einhalten“, sagte der Senator und ergänzte: „An das iranische Volk: Präsident Trump steht hinter euch. Hilfe ist auf dem Weg.“
Iran bereitet sich auf Angriff der USA vor
Innerhalb der Regierung des Iran werden die Drohungen aus den USA offenbar ernst genommen. Am Wochenende drangen Meldungen aus dem Land, nachdem Ayatollah Ali Khamenei sich aus Angst vor einem US-Angriff in einem Bunker unterhalb Teherans verschanzt habe. Die Luftabwehr des Landes soll sich in Alarmbereitschaft befinden. Irans Präsident Massud Peseschkian beschuldigte die Trump-Regierung, die regionale Ordnung zu gefährden. Darüber habe sich Peseschkian auch mit dem Kronprinzen Saudi-Arabiens, Mohammed bin Salman, ausgetauscht. „Die Drohungen und psychologischen Operationen der Amerikaner zielen darauf ab, die Sicherheit der Region zu stören“, sagte Peseschkian laut AFP in einem Telefonat mit dem saudischen Kronprinzen. Saudi-Arabien gilt als langjähriger Rivale des Iran im Kampf um die Vorherrschaft in der islamischen Welt. Im Gegensatz zum Mullah-Regime in Teheran unterhält das saudische Königshaus beste Beziehungen zu Trump und den USA. Seit Anfang der 2020er bemühen sich aber sowohl der Iran als auch Saudi-Arabien um gute Beziehungen.
Am 28. Dezember entflammten in den Städten des Iran Massenproteste gegen das Mullah-Regime. Anlass bot den Demonstranten die Wirtschaftskrise, in der sich der Iran befindet. Die Proteste richteten sich innerhalb kürzester Zeit aber auch gegen die autokratische Herrschaft in der Islamischen Republik. Das Mullah-Regime reagierte mit brutaler Härte auf den Widerstand. Laut Angaben von Menschenrechtsorganisationen sollen die Sicherheitskräfte mehr als 6000 Menschen getötet haben, um den Protest niederzuschlagen. Andere Quellen sprechen sogar von bis zu 25.000 Toten. (Verwendete Quellen: AFP, DPA, Fox News, Jersualem Post) (dil)