Nächster Schlag gegen Putins Öl-Reich: Raffinerie in Flammen – Ukraine-Strategie lässt Wirtschaft bluten

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Russlands Wirtschaft steht im Ukraine-Krieg immer wieder im Visier von Drohnenattacken. Nun ist Kiew der nächste Schlag geglückt. Die Strategie zeigt Wirkung.

Kiew – Im Ukraine-Krieg ist es erneut zu einer Attacke auf Russlands Wirtschaft gekommen. Wie mehrere Medien berichten, haben mehrere Drohnen die Region Krasnodar angegriffen. Dabei wurde wohl auch eine Öl-Raffinerie in der Stadt Slawjansk-na-Kubani getroffen. Die russischsprachigen Telegram-Kanäle Exilenova+ und Astra verbreiteten Videos von Augenzeugen, die Explosionen zeigen, die den nächtlichen Himmel erleuchten.

Russlands Präsident Putin.
Putins Wirtschaft wird immer wieder im Ukraine-Krieg in Visier genommen. (Archivbild) © Vyacheslav Prokofyev/dpa

Kyiv Independent schreibt, dass bislang unklar ist, wie groß das Ausmaß des Schaden durch die Attacke auf Russlands Wirtschaft ist. Das regionale Einsatzkommando teilte nur mit, dass das Drohnenteile auf das Gelände zweier Unternehmen gefallen seien. Meldungen über Schäden an der Öl-Raffinerie gab es von russischer Seite aus nicht.

Russlands Wirtschaft im Visier: Ukraine setzt Strategie im Krieg fort

Die Regierung von Wolodymyr Selenskyj verfolgt im Ukraine-Krieg schon länger die Strategie, mit gezielten Angriffen Russlands Wirtschaft nachhaltig auszubremsen. Immer wieder kommt es dabei zu Attacken auf die Öl- und Gasinfrastruktur des Landes. Inzwischen werden auch Einrichtungen weit hinter der Grenze ins Visier genommen. Die Region Krasnodar stand dabei zuletzt immer wieder im Fokus.

Erst am 22. Januar hatten die ukrainische Streitkräfte mit Drohnen einen Angriff auf das Öl-Terminal von Tamaneftegaz durchgeführt. Mehrere Tanks mit Ölprodukten gerieten in der Folge in Flammen. Nach Angaben von Gouverneur Weniamin Kondratjew kamen bei dem Angriff drei Menschen ums Leben, acht weitere wurden verletzt. „Derzeit gibt es einen Brand an den Terminals, vier Tanks mit Ölprodukten stehen in Flammen.“

Diese Angriffsstrategie erweist sich seit Monaten als erfolgreich: Während Russland im Ukraine-Krieg Nacht für Nacht auf großflächige Attacken mit Flugkörpern setzt, um unter anderem die Energieversorgung der Ukraine zu beschädigen, greifen ukrainische Streitkräfte häufig mit einer deutlich kleineren Anzahl an Drohnen an. Das Ergebnis ist verheerend: Immer wieder gelingen die Schläge gegen Russlands Wirtschaft und Raffinerien werden so schwer beschädigt, dass sie über eine längere Periode nicht produzieren können.

Schlag gegen Putin: Russlands Wirtschaft erneut angegriffen – Auswirkung auf Ukraine-Krieg

Inmitten des Ukraine-Kriegs zielt Kiews Strategie darauf ab, Russlands Wirtschaft so schwer zu treffen, dass Wladimir Putins Finanzierung der Streitkräfte erschwert wird. Die Taktik ist von Erfolg geprägt, wie aktuelle Zahlen belegen. Laut Reuters sanken die Steuereinnahmen Russlands aus dem Öl- und Gasgeschäft im Jahresvergleich zuletzt um 41 Prozent. Wie es weiter heißt, sind die Einnahmen aus diesem Wirtschaftszweig prozentual gesehen ein Schlüsselelement für die Kriegsfinanzierung.

Doch die Attacken auf Russlands Wirtschaft haben noch einen anderen Effekt: Während immer wieder um ein Ende des Ukraine-Kriegs gerungen wird, demonstriert Kiew im Kampf gegen Moskau Durchhaltevermögen – und eine entschlossene Kampfkraft. In Zeiten von Nachschubschwierigkeiten ein wichtiges Zeichen an die westlichen Unterstützer: Die Ukraine bleibt im Konflikt weiter kampfbereit. (Quellen: Kyiv Independent, Astra, Exilenova+, Ukrainska Pravda) (fbu)