Die Lehrerin und Pfarrgemeinderatsvorsitzende Barbara Buhn verstarb unerwartet. Ihr plötzlicher Tod erschüttert die ganze Gemeinde zutiefst.
Ismaning – Barbara Buhn hatte ein großes Herz. Die 53-Jährige war ein einfühlsamer, aufrichtiger und verlässlicher Mensch, sagen alle, die sie näher kannten. Ihr Tod kam plötzlich und unerwartet. Er löste in Ismaning tiefe Bestürzung aus. Direkt nach dem Pfarrgottesdienst am 6. Januar verstarb Barbara Buhn (53) – ein Verlust, der Schule, Kirche und viele Menschen in der Gemeinde gleichermaßen trifft.
Seit 2001 lebte Barbara Buhn gemeinsam mit ihrem Ehemann Christian in Ismaning. Beide fanden rasch Anschluss und engagierten sich mit großer Herzlichkeit im Gemeindeleben. Besonders in der katholischen Pfarrei St. Johann Baptist hinterlässt Barbara Buhn bleibende Spuren – nicht zuletzt als Vorsitzende des Pfarrgemeinderats, wo sie das Leben der Pfarrei über zwölf Jahre aktiv mitgestaltete. Viele Fäden liefen bei ihr zusammen.. Gemeinsam mit ihrem Mann gestaltete sie seit 2015 auch die Webseiten des Pfarrverbands.
Beruflich unterrichtete Barbara Buhn, die aus Bodenheim in Rheinland-Pfalz stammte, zunächst an der Grundschule am Kirchplatz, bevor sie vor sieben Jahren an die Camerloher Schule wechselte. Dort galt sie als „sehr geschätzte Kollegin“, wie Schulleiterin Gudrun Schamberger betont: „Den Kindern Wissen, Werte und Vertrauen zu vermitteln, war für sie nicht nur Beruf, sondern Berufung.“ Sie habe regelmäßig Neuankömmlinge im Kollegium unterstützt und sei „äußerst engagiert und kompetent“ gewesen. Besonders die ersten und zweiten Klassen hätten ihr am Herzen gelegen, erzählt Schamberger. „Weil sie überzeugt war, dass diese Jahre die Kinder am meisten prägen.“
Mit großer Bestürzung und Trauer hatte das Kollegium sich noch am 6. Januar abends versammelt. Ein Kriseninterventionsteam unterstützte die Schulfamilie, ein Trauerraum wurde eingerichtet, die Kinder malten unzählige Bilder und schrieben Briefe an ihre verstorbene Lehrerin.
Ihr Mann erinnert sich dankbar an ihre Lebensfreude: „Barbara war ein warmherziger und vertrauenswürdiger Mensch. Die Liebe, das Licht und die Gemeinschaft waren ihr wichtig..“
Auch in der Pfarrei wird ihr Engagement schmerzlich vermisst. Noch am Dreikönigstag stand Barbara Buhn in der Kirche, fotografierte im Gottesdienst die Sternsinger und Schäffler am Altar, übernahm den Lektoren- und Kommuniondienst im Gottesdienst – kurze Zeit später kam es zu der tragischen Wendung. „Barbara hinterlässt eine große Lücke – in der Schule, in der Kirche und im Herzen all jener, die sie durch Herzlichkeit, Tatkraft und Lebensfreude bereichert hat“, sagt Elisabeth Starek, Weggefährtin im Pfarrgemeinderat.
Das Requiem für Barbara Buhn findet am Montag, 9. Februar, um 10.30 Uhr in der Kirche St. Johann Baptist in Ismaning statt. Anschließend erfolgt die Beisetzung auf dem alten Friedhof.