Nach dem 1:2 gegen Augsburg will der FC Bayern in Eindhoven zurückschlagen. Jonathan Tah und Joshua Kimmich fordern eine schnelle Reaktion.
München – Diese Nachricht dürfte auch in Eindhoven angekommen sein: Die Bayern haben am Samstag gegen Augsburg verloren – und wollen nun beim Champions-League-Duell am Mittwoch (21 Uhr, DAZN) direkt zurückschlagen. „Die Wut, die jetzt in uns steckt, wollen wir im nächsten Spiel auf den Platz bringen – und wieder unsere Qualität und Energie zeigen“, forderte Abwehr-Chef Jonathan Tah im Hinblick auf das letzte Spiel in der Königsklassen-Ligaphase.
Dabei sind die Münchner vorgewarnt, schließlich wird sich Eindhoven ein Beispiel am FCA genommen haben. Der Bundesliga-Underdog hat die Münchner vor allem mit schnellem und mutigem Umschaltspiel bezwungen – Attribute, die Eindhoven unter Trainer Peter Bosz (ehemals Leverkusen und Dortmund) ebenfalls beherrscht.
Bayern-Gegner Eindhoven setzt auf ähnliche Mittel wie Augsburg
Für Joshua Kimmich ist daher klar, dass die eigene Spielidee wieder konsequenter auf dem Platz umgesetzt werden muss. Das Pressing-System von Vincent Kompany erlaubt schließlich keine Nachlässigkeiten – ansonsten werden die Räume zwischen den Ketten zu groß: „Wenn wir da nachlassen, dann sind wir eben nicht top, top“, sagte der Nationalmannschaftskapitän und kündigte ebenfalls ein anderes Gesicht an: „Die Reaktion ist jetzt sehr wichtig.“
Allerdings muss Vincent Kompany improvisieren: Dayot Upamecano ist noch angeschlagen (Folgen einer Magen-Darm-Erkrankung) und droht, erneut auszufallen. In diesem Fall müsste wohl Hiroki Ito in die Innenverteidigung rücken, weil Minaje Kim nach seiner Gelb-Roten Karte ebenfalls fehlt.
Für Serge Gnabry, der sich bei Upamecano angesteckt hat, wird es ebenfalls eng. Und auch Raphael Guerreiro fällt mit einer Wadenzerrung aus und vergrößert die Sorgen auf den Außenverteidigerpositionen. Am wahrscheinlichsten ist daher eine Viererkette mit Tom Bischof und Alphonso Davies auf den Außenverteidigerpositonen und Tah und Kim im Zentrum. (Vinzent Tschirpke, Philipp Kessler)