Die Mammuts schlagen im Schlussdrittel fünfmal zu. Und machen so aus einem 0:2 noch einen 5:2-Sieg beim favorisierten TEV Miesbach.
Miesbach – Zum Ende der Hauptrunde ist die EA Schongau in Fahrt: Beim TEV Miesbach gelang mit einem 5:2 der dritte Sieg in Folge gegen ein Top-Team der Bayernliga. Dabei gelang dank eines Fünferpacks im überragend gespielten letzten Drittel eine gewaltige Aufholjagd.
Spiel mit 15 Treffern
Torfestival bei der EAS zum Hauptrundenabschluss: Die 300 Zuschauer, die am Sonntag ins Stadion an der Lechuferstraße gekommen waren, sahen in der Partie zwischen den Mammuts und dem EHC Klostersee satte 15 Treffer. Am Ende gewann Klostersee mit 8:7 nach Verlängerung. Bitter: Schongau hatte schon mit 4:2 (40.) und 7:3 (53.) geführt.
„Das war ein komisches Spiel“, sagte EAS-Coach Ty Morris nach dem dritten Sieg in Folge. „In den ersten 40 Minuten waren wir präsent, aber nicht bissig genug“, befand Morris nach den beiden Durchgängen, in denen seine Truppe gut mithielt, aber torlos blieb. Versäumtes holten die Mammuts im Schlussdrittel nach – und das mit Vehemenz. „Die Jungs sind da unglaublich geradelt, und es sind dann auch ein paar Dinger reingerutscht“, lobte Morris die Moral seiner Mannschaft, die auch das nötige Scheibenglück hatte.
Die Miesbacher, die urplötzlich um die direkte Play-off-Qualifikation bangen müssen, begannen druckvoll. Die Schongauer fanden aber nach und nach ins Spiel, sodass sich ein ausgeglichenes erstes Drittel entwickelte. Beide Teams kamen auch zu einigen guten Chancen. Michael Güßbacher im EAS-Kasten und sein Gegenüber Philip Lehr ließen sich aber nicht überwinden.
Anschluss gibt viel Auftrieb
Im Mittelabschnitt änderte sich an den Spielanteilen wenig. Nur erwiesen sich die Hausherren im Abschluss als abgeklärter. Mit zwei Abstaubertoren von Felix Feuerreiter (23.) zum 1:0 und Matej Pekr (37.) in Überzahl zum 2:0 ging der TEV in Führung. Dazwischen hatte Schongaus Dominic Krabbat (29.) bei seiner Großchance den möglichen Ausgleich verpasst. Dafür durfte der EAS-Kapitän zu Beginn des letzten Durchgangs jubeln. Auf Zuspiel von Förderlizenzspieler Niklas Greil verwertete Krabbat (44.) einen gut herausgespielten Konter zum 1:2. Der Treffer gab den Mammuts sichtbar Auftrieb.
Wenig später bediente Krabbat seinen Sturmkollegen Kurt Sonne (50.), der zum 2:2 vollendete. Den Miesbacher Frust über den Ausgleich erhöhte nur 43 Sekunden später Denis Gulda (51.), der im Nachsetzen das 3:2 und die erste Schongauer Führung markierte. Danach lief es für die Gäste wie am Schnürchen. Ein Verlegenheitsschuss von Sonne (53.) fand den Weg zum 4:2 ins Gehäuse. Der TEV versuchte danach, mit der frühzeitigen Herausnahme des Goalies für einen Feldspieler die Partie noch zu wenden. Das funktionierte nicht, da Raivo Freidenfelds (60.) mit dem empty-Net-Tor zum 5:2 alles klar machte.