Außer Spesen nichts gewesen: SC Freising kassiert in Mühldorf eine 0:3-Klatsche

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Suchte gar nicht erst nach Ausreden: Freising-Coach Alex Oestmann konstatierte nach der 0:3-Niederlage, dass die Mühldorfer „eine Klasse besser als wir“ gewesen seien. © Michalek

Der SC Freising verliert das Rückspiel deutlich. Nur neun Spieler standen zur Verfügung, viele waren krank oder angeschlagen.

Freising – Nach gerade mal einer Stunde Spielzeit konnten die Volleyballer des SC Freising schon wieder die Heimreise antreten. Frei nach der Devise: Außer Spesen nichts gewesen. Eine Woche nach dem 3:1-Heimsieg gegen den TSV Mühldorf II kassierte der SCF beim Rückspiel in Mühldorf eine satte 0:3-Klatsche (18:25, 15:25, 22:25). Damit ist der Klassenerhalt in der Regionalliga längst nicht in trockenen Tüchern.

Bis zum 17:17 im ersten Satz schien die Partie eine Fortsetzung des Hinspiels zu werden. Die Führung wechselte ständig. Die Youngsters der TSV-Zweiten, diesmal jedoch verstärkt durch einige ehemalige Zweitliga-Spieler, waren auf Revanche aus. Das hatten die Freisinger auch erwartet. Denn die hatten bei dem 3:1-Erfolg am vergangenen Spieltag eine Topleistung abrufen müssen, um die Mühldorfer in Schach zu halten.

Bei der Aufstellung war Improvisieren angesagt

Weil die Gastgeber mit einigen Routiniers und die Domstädter nicht in Bestbesetzung antraten, war für SCF-Trainer Alex Oestmann klar, dass seine Truppe vor einer schwierigen Aufgabe stehen würde. „Wegen Grippe konnten wir gerade einmal noch neun Spieler zusammenkratzen, von denen einige angeschlagen in die Partie gehen mussten.“ So war beispielsweise auf der Mittelblockerposition Improvisieren angesagt. Gerard Fischer, der erst in der vergangenen Woche von seinem Heimaturlaub aus Namibia zurückgekehrt war, musste ohne Training diese Rolle übernehmen. Ihn löste dann Philipp Geißelmeier ab, der nach seiner Erkrankung erstmals einen längeren Einsatz hatte.

Ob es nun an den Umstellungen lag oder an den geringen Möglichkeiten, Spielerwechsel vorzunehmen: Oestmann wollte nach der klaren Niederlage gar nicht nach irgendwelchen Ausreden suchen. Sein Team habe – bei den Aufschlägen angefangen über den Spielaufbau bis hin zu den schwachen Schmetterbällen – bei Weitem nicht die Form der jüngsten Partien abrufen können. Nur zu Beginn des ersten Durchgangs und teilweise im dritten Satz konnten die Freisinger mithalten. Zudem spielten die Mühldorfer überragend. „Das muss man neidlos anerkennen. Unterm Strich waren sie eine Klasse besser als wir. Wir müssen dieses Spiel schnell abhaken.“

Sieben Zähler Vorsprung auf den Abstiegsrelegationsplatz

Aufsteiger Freising benötigt in den verbleibenden fünf Spielen noch Punkte, um den Klassenerhalt zu sichern. Am kommenden Samstag gastiert der starke TSV Friedberg beim Tabellensiebten, der sieben Zähler Vorsprung auf den Abstiegsrelegationsplatz hat. „Wir müssen jetzt schauen, dass die kranken und angeschlagenen Spieler bis dahin wieder fit sind“, sagt Oestmann. Er hofft, dass sein Team in die Erfolgspur zurückkehrt und nicht bis zum letzten Spieltag um den Ligaverbleib bangen muss.

Für den SCF spielten:

Johannes Blattenberger, Gerard Fischer, Philipp Geißelmeier, Simon Goisser, Benjamin Kock, Tobias Recknagel, Janick Sill, Lukas Weilnhammer, Maximilian Winter.