Die russische Zentralbank hat der Geschäftsbank „Neue Moskauer Bank“ die Lizenz entzogen. Grund sei ein Verstoß gegen die Vorschriften der Zentralbank.
Moskau – Die russische Zentralbank hat der Geschäftsbank „Neue Moskauer Bank“ die Lizenz entzogen. Die „Neue Moskauer Bank“ habe gegen die Vorschriften der Zentralbank verstoßen, führte die russische Zentralbank in einer Pressemitteilung als Begründung an. In den letzten zwölf Monaten soll die Aufsichtsbehörde zudem Maßnahmen gegen die „Neue Moskauer Bank“ ergriffen und die Bankgeschäfte eingeschränkt haben.
Russische Zentralbank legt „Neue Moskauer Bank“ still und entzieht die Lizenz
„Die auf Abwicklungs- und Bargelddienstleistungen spezialisierte Bank hatte über lange Zeit umfangreiche, verdächtige Transaktionen mit einer Gruppe von Kunden durchgeführt, die Merkmale von Technologieunternehmen aufwiesen“, heißt es in einer Mitteilung der russischen Zentralbank vom 23. Januar 2026.
Auch nach mehreren Aufsichtsmaßnahmen der Zentralbank Russlands hätten die Geschäftsführung und die Eigentümer des Kreditinstituts keine wirksamen Maßnahmen zur Minderung der festgestellten Risiken ergriffen. Die Zentralbank habe mögliche rechtswidrige Transaktionen an die Strafverfolgungsbehörden weitergeleitet. Mit dem Lizenzentzug sei eine vorläufige Verwaltung eingesetzt – deren Aufgaben würden dem Staatssicherheitsdienst (DIA) übertragen. Die Befugnisse der Organe des Kreditinstituts seien gemäß Bundesrecht ausgesetzt.
Verdacht auf rechtswidrige Transaktionen: Zentralbank geht gegen russische Geschäftsbank vor
Die „Neue Moskauer Bank“ ist eine Universalbank, die seit 1994 aktiv ist. Sie betreut Kunden aus dem Industrie- und Hochbau, der Agrarindustrie, der Immobilienentwicklung, dem Bergbau, der Telekommunikation, dem Handel, der Gastronomie, dem Versicherungswesen, dem Gesundheitswesen und der Pharmaindustrie. Sie steht unter Aufsicht der russischen Zentralbank. Die „Neue Moskau Bank“ bietet Transaktionen in Rubel, Fremdwährungen und Edelmetallen an.
Bekämpfung der Inflation: Russische Zentralbank rückt zunehmend ins Rampenlicht
Die russische Zentralbank rückte zuletzt wegen ihrer Geldpolitik in den Vordergrund. Zur Bekämpfung der Inflation musste die Zentralbank ihren Leitzins wiederholt anheben, bis sie ihn vergangenes Jahr merhfach senkte. Für das Jahr 2026 besteht die Hoffnung, dass die Zentralbank ihren Lockerungskurs fortsetzen kann und sich die Inflation weiter stabiliseren wird. Die Inflationsrate lag laut russischen Medien derzeit zwischen fünf und sechs Prozent. Ziel ist eine Inflationsrate von vier Prozent bis Ende 2026. (Quellen: Pressemitteilung der russischen Zentralbank, Tass.ru)