Michael Eisenmann bemängelt den hohen Salzeinsatz in Dachau. Kurt Ladehof erklärt, warum die graue Schicht so lange sichtbar blieb.
Dachau – Wenn es im Winter richtig glatt ist, hat die Stadt drei Streumittel zur Auswahl. Klassischen Splitt, Salz und Sole. Laut Oberbürgermeister Florian Hartmann werde „je nach Gefahrenlage“ entschieden, welches Mittel zum Einsatz kommt. „Späher“ würden an den fraglichen Tagen die Stadt abfahren und, je nach „Szenario“, die Entscheidung treffen, was der Bauhof auf die Straßen aufbringen soll. Bislang, so Hartmanns Zwischenfazit, sei der Winter für die Stadt nicht allzu kompliziert gewesen: wenig Schnee, wenig Niederschlag.
Warum, fragte daher Stadtrat Michael Eisenmann (Bündnis für Dachau) zuletzt im Umwelt- und Verkehrsausschuss, habe die Stadt zuletzt dann „so extrem viel Salz gestreut“? Bekanntlich sei Salz ja schlecht für die Umwelt und daher nur mit Augenmaß zu verwenden.
Kurt Ladehof als Leiter des Stadtbauhofs widersprach Eisenmann jedch entschieden. Erstens sei hauptsächlich Salzsole aufgetragen worden, da dieses Salz-Wasser-Gemisch besser auf der Straße haftet als trockenes Streusalz.
Und zweitens sei die aufgetragene Menge absolut üblich für die Jahreszeit gewesen. Man habe sie aufgrund der trockenen Witterung einfach nur länger gesehen. „Normalerweise kommt irgendwann Regen oder Schnee und wäscht die Salzsole-Schicht von der Straße.“ Weil es aber durchweg schönes Wetter war in Dachau, blieb die graue Schicht länger sichtbar. „Das sah ein bisschen unglücklich aus“, räumte Ladehof ein.