Möbel-Gigant schließt mehrere Filialen – Schlangen bei plötzlichem Räumungsverkauf

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Eine der bekanntesten Möbel-Ketten Deutschlands schließt die nächste Filiale – der Räumungsverkauf sorgte wohl für auf Anhieb großen Andrang.

Villingen-Schwenningen – Möbelhaus-Schließungen sind momentan keine Seltenheit. Sogar ein enorm großes ist davon betroffen. Auch verschiedene Ketten dünnen ihre Filialen aus: Unlängst wurde bekannt, dass die Möbelpiraten künftig auf einen Standort verzichten. Und auch bei der bekannten Billig-Kette Roller werden immer wieder Läden dicht gemacht. Jetzt sind die nächsten dran.

Roller ist seit Jahrzehnten fester Bestandteil der Möbelbranche – dieses Foto entstand 2015 in Gelsenkirchen
Roller ist seit Jahrzehnten fester Bestandteil der Möbelbranche – dieses Foto entstand 2015 in Gelsenkirchen. © Kai Kitschenberg / Funke / Imago

Zum einen schließt die Roller-Filiale in Villingen (Baden-Württemberg). Das berichten Südkurier und Schwarzwälder Bote. In einer Anzeige auf Tag24 wurde publik, dass dort ein großer Abverkauf gestartet ist. Das Möbelhaus „zählt seine letzten Stunden“, so die Anzeige. Was allerdings dann doch nicht ganz zutrifft: Erst im Juni ist Schluss, brachte der Schwarzwälder Bote in Erfahrung. Trotzdem sorgte der vorab nicht angekündigte Räumungsverkauf am Dienstag (21.1.) für lange Schlangen an der Kasse, schreibt das Blatt.

Roller schließt Filiale in Villingen-Schwenningen – Wer zieht in Gebäude ein?

Es bekam von Roller auch Auskunft zu den Gründen: „Die Entscheidung zur Schließung wurde von uns nach sorgfältiger Prüfung aller Rahmenbedingungen getroffen.“ Das klingt nebulös, lässt aber auch vermuten, dass die Filiale einfach nicht lief wie erhofft. Wie viele Angestellte betroffen sind, wurde nicht bekannt. Roller lässt mitteilen: „Den Mitarbeitenden werden alle möglichen offenen Stellenangebote bei Roller in der näheren Umgebung aktiv angeboten.“

Spannend für die Menschen vor Ort in Villingen-Schwenningen: Es wird wohl ein anderes Unternehmen in das große Haus einziehen und der Billig-Möbelkette nachfolgen. Allerdings wird es kein Möbelhaus sein, deutet die Eigentümerfamilie Hölzle gegenüber dem Schwarzwälder Boten an. „Es geht in eine andere Richtung“, so Helmut Hölzle.

Auch weitere Roller-Schließungen wurden bekannt

Auch eine zweite Filiale schließt: jene in Crailsheim (Baden-Württemberg). Dass deren Tage gezählt sind, berichtete unter anderem das Hohenloher Tagblatt schon im Dezember, der Räumungsverkauf läuft aktuell noch. Von einem großen Kahlschlag bei Roller kann zwar nicht die Rede sein. Doch bereits 2025 schrieb unsere Redaktion von der Schließung der Roller-Filiale in Husum (Schleswig-Holstein). Die Standorte stehen also offenbar verstärkt auf dem Prüfstand.

Deutschlandweit bekannt: die Möbel-Kette Roller
Deutschlandweit bekannt: die Möbel-Kette Roller. © IMAGO/Hanno Bode

Roller hat seinen Sitz in Gelsenkirchen (NRW). Die Geschichte des Unternehmens begann 1969 in einer Lagerhalle. Die Homepage spricht von 120 Einrichtungsmärkten im ganzen Bundesgebiet. Roller hat ein Billig-Image – doch eine SWR-Stichprobe 2025 brachte ein erstaunliches Ergebnis: Es kaufte vergleichbare Produkte wie ein Regal, Kleiderbügel oder einen Stuhl bei Roller, Mömax, Poco und Ikea. Und in diesem konkreten, natürlich nicht fürs ganze Sortiment übertragbaren Fall war Roller am teuersten. Für Wirbel in der Wirtschafts-Welt sorgt auch die Insolvenz einer großen Supermarkt-Kette. (Quellen: Schwarzwälder Bote, Südkurier, Tag24, roller.de, Hohenloher Tagblatt, SWR) (lin)

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