Bei Durchsuchungen stellte die Polizei Drogen in Dachau und drei weiteren Orten sicher. Ein 39-Jähriger sitzt nun in Untersuchungshaft.
Dachau – Bei einer großangelegten Durchsuchungsaktion wegen des Verdachts auf illegalen Drogenbesitz hat die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck am Dienstag Kokain, Dopingmittel, Bargeld und Waffen sichergestellt, unter anderem im Landkreis Dachau. Das teilte das Polizeipräsidium Oberbayern Nord in ihrem pressebericht mit.
Die Ermittler durchsuchten unter Federführung der Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck und unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft München II mehrere Objekte im südlichen Landkreis Dachau, in Fürstenfeldbruck, Bad Tölz und im Stadtgebiet München. Wie die Polizei mitteilt, waren der Aktion umfangreiche Ermittlungen vorausgegangen, in deren Verlauf mutmaßliche Verkäufer und Abnehmer von Kokain identifiziert worden waren.
In den Morgenstunden desselben Tages durchsuchten die Beamten mit Unterstützung weiterer Polizeikräfte zeitgleich mehrere Wohnungen in den Landkreisen Dachau, Fürstenfeldbruck, Bad Tölz sowie in München. Grundlage waren Durchsuchungsbeschlüsse wegen mutmaßlicher Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz.
Laut Polizei wurden die Einsatzkräfte fündig: Sie stellten Kokain im dreistelligen Grammbereich, Dopingmittel in nicht geringer Menge, rund 17 000 Euro Bargeld sowie zahlreiche Waffen sicher. Darunter befanden sich nach den Angaben der Ermittler mehrere verbotene Gegenstände, darunter eine Präzisionsschleuder, Wurfsterne und verbotene Messer.
Bei einem 39-jährigen italienischen Tatverdächtigen aus dem Landkreis Dachau sei die Beweislast so erdrückend gewesen, dass die Staatsanwaltschaft Haftbefehl beantragt habe. Der Mann wurde festgenommen und dem Haftrichter vorgeführt. Anschließend kam er in Untersuchungshaft.