Am Sonntag findet der March of the Living Dachau statt. Uschi Glas, Charlotte Knobloch und mehr setzen ein Zeichen gegen Antisemitismus. Bürger sind miteingealden.
Dachau – Ein Zeichen setzen gegen Antisemitismus, Hass und Ausgrenzung, das ist die Motivation der Teilnehmer am „March of the Living Dachau“, der am kommenden Sontag, 25. Januar, anlässlich des Internationalen Holocaust-Gedenktags vom Gelände der KZ-Gedenkstätte Dachau zum Bahnhof Dachau führen wird. Mit dabei sind bekannte Persönlichkeiten wie die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern Charlotte Knobloch, der Publizist Guy Katz oder die Schauspielerin Uschi Glas.
Ab 14 Uhr beginnt Veranstaltung bei KZ-Gedenkstätte Dachau
Die Veranstaltung steht unter der Ägide die Initiative „München gegen Antisemitismus“ sowie des Landkreises Dachau und beginnt um 14 Uhr mit einer Eröffnung im Besucherzentrum der KZ-Gedenkstätte Dachau. Grußworte sprechen Schirmherren Knobloch sowie Landrat Stefan Löwl. Im Anschluss kommen Schüler sowie Akteure der Erinnerungsarbeit zu Wort. „Diese Stimmen verkörpern die Weitergabe der Erinnerung an kommende Generationen und zeigen, wie wichtig es ist, dass junge Menschen Verantwortung für die Zukunft unserer demokratischen Gesellschaft übernehmen“, schreibt die Plattform Galil.com, jüdisches Leben online.
Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, mitzulaufen
Die Veranstalter, die Initiative „München gegen Antisemitismus“ sowie der Landkreis Dachau, haben die rund drei Kilometer lange Route bewusst gewählt. Von einem Ort, der historisch für den Leidensweg der Deportierten steht, die dort ankamen und in das Konzentrationslager gebracht wurden. Dieser Weg, der inklusiv und gut begehbar ist, wird nun gemeinsam gegangen für das Leben, für die Würde und für die Zukunft unserer Gesellschaft. „Damals führten die Wege hinein in Lager, Leid und Tod. Heute gehen wir hinaus. Aus Dachau für das Leben“, schreibt Katz auf LinkedIn.
Beim Lebensmarsch in Dachau kann jeder mitmachen, denn „er lebt von der Teilnahme einer breiten Gemeinschaft“, so Galil.com. So haben sich bereits Schulen aus dem Landkreis Dachau sowie das jüdische Helene-Habermann-Gymnasium München ihre Teilnahme angekündigt.