Unterschätzter Italien-Klassiker: Spaghetti Cacio e Pepe – extrem simpel, extrem lecker

  1. Startseite
  2. Leben
  3. Genuss

Kommentare

Wenn Einfachheit zur Kunst wird: Spaghetti Cacio e Pepe sind ein Pasta-Meisterwerk mit nur drei Zutaten. Der Klassiker zeigt, dass die besten Gerichte oft die simpelsten sind.

Frankfurt – In der heutigen Zeit, in der Rezepte oft mit endlosen Zutatenlisten und komplizierten Zubereitungsschritten überfordern, ist Spaghetti Cacio e Pepe eine wohltuende Ausnahme. Das traditionelle römische Gericht kommt mit gerade einmal drei Zutaten aus: Pasta, Pecorino Romano und schwarzem Pfeffer. Was so simpel klingt, ist jedoch pure Kochkunst – denn die wahre Magie liegt in der Technik.

Ein Teller Spaghetti
Spaghetti Cacio e Pepe: Ein einfaches Gericht, bei dem es vor allem auf erstklassige Zutaten ankommt. (Symbolbild) © Panthermedia/Imago

Cacio e Pepe bedeutet wörtlich übersetzt „Käse und Pfeffer“ und ist Teil der heiligen Dreifaltigkeit der römischen Pasta-Küche, zusammen mit Carbonara und Amatriciana. Ursprünglich wird das Gericht den Schäfern zugeschrieben, die auf ihren langen Wanderungen nur haltbare Zutaten mitnehmen konnten.

Das Geheimnis liegt in der sogenannten „Mantecatura“ – dem Vermischen der Pasta mit dem geriebenen Käse und dem stärkehaltigen Nudelwasser. Dabei entsteht durch die richtige Temperatur und Bewegung eine cremige Sauce ohne Sahne oder Butter. Ein Tanz zwischen Pasta, Käse und Wasser, der Fingerspitzengefühl erfordert.

Original-Rezept Spaghetti Cacio e Pepe

Zutaten für 4 Portionen:

  • 400g Spaghetti oder Tonnarelli
  • 200g Pecorino Romano DOP, frisch gerieben
  • 2-3 TL schwarzer Pfeffer, grob gemahlen
  • Salz für das Nudelwasser

Zubereitung:

  1. Großzügig gesalzenes Wasser zum Kochen bringen – aber nur etwa halb so viel wie üblich, damit es stärkehaltiger wird
  2. Schwarzen Pfeffer in einer großen Pfanne ohne Fett rösten, bis er duftet
  3. Spaghetti ins kochende Wasser geben und etwas kürzer als angegeben bissfest kochen
  4. Den geriebenen Pecorino in einer Schüssel mit etwas lauwarmem Nudelwasser zu einer cremigen Paste verrühren
  5. Die noch bissfeste Pasta mit einer Zange in die Pfanne mit dem Pfeffer heben
  6. Eine Kelle Nudelwasser dazugeben und schwenken
  7. Vom Herd nehmen und die Käse-Paste unter ständigem Rühren einarbeiten
  8. Bei Bedarf mit etwas Nudelwasser nachgießen, um die gewünschte Cremigkeit zu erreichen

Profi-Tipps für die perfekte Cacio e Pepe:

Die Temperatur ist entscheidend: Ist die Pfanne zu heiß, gerinnt der Käse zu Klumpen. Die Pasta sollte noch dampfend heiß, aber nicht kochend sein, wenn der Käse dazukommt. Nur echter Pecorino Romano DOP liefert den authentischen Geschmack – Parmesan ist kein gleichwertiger Ersatz. Das Nudelwasser ist der heimliche Star: Je stärkehaltiger, desto besser gelingt die Emulsion.

Traditionell wird das Gericht mit Tonnarelli zubereitet, dicken quadratischen Nudeln, an denen die Sauce perfekt haftet. Spaghetti oder Bucatini sind aber ebenso geeignet. Wichtig ist nur: keine dünnen Nudeln verwenden, da diese die cremige Sauce nicht gut halten.

Die Römer schwören darauf, Cacio e Pepe sofort zu servieren – das Gericht wartet nicht. In weniger als 20 Minuten steht ein Meisterwerk auf dem Tisch, das mit seiner schlichten Eleganz begeistert. Ein Beweis dafür, dass die italienische Küche ihre Größe nicht komplexen Rezepten, sondern der Perfektion des Einfachen verdankt. (Quelle: eigene Recherche) (sop)

Haben Sie eine Meinung zu diesem Artikel oder ähnliche Erfahrungen gemacht? Haben Sie Fehler entdeckt? Schreiben Sie direkt an unsere Autorin/unseren Autor.

Информация на этой странице взята из источника: https://www.merkur.de/leben/genuss/unterschaetzter-italien-klassiker-spaghetti-cacio-pepe-extrem-simpel-extrem-lecker-94132359.html