Am Freisinger Bahnhof wurden jetzt Fertigbau-Elemente für eine neue Ladeneinheit angeliefert und installiert. Das FT hat die Arbeiten begleitet.
Freising – Selbst Pendler, die es auf dem Weg zum Zug eilig hatten, blieben stehen und reckten neugierig den Kopf in die Höhe: Am Dienstag wurden mehrere Baukörper per Autokran über den Freisinger Bahnhof gehoben. Die insgesamt fünf Anlieferungen sorgten dabei für einiges Aufsehen.
Wie bereits im März 2025 berichtet, eröffnet eine Bäckereikette aus der Region eine Filiale am Bahnhof – und zwar nicht im Bestand, wo alle Flächen vermietet sind, sondern in neuen Räumen zwischen dem bisherigen Empfangsgebäude und den Gleisen. Dafür waren in den zurückliegenden Monaten schon einmal Fundamente und Anschlüsse vorbereitet worden. Wie eine Bahnsprecherin unserer Zeitung erklärt hatte, habe man sich für einen „hochwertigen Modulbau“ entschieden. „Dieser zeichnet sich vor allem durch flexible Nutzungsmöglichkeiten aus, so kann er grundsätzlich jederzeit umpositioniert werden.“
Am Dienstagmorgen fuhr nun der erste Schwertransport am Bahnhof vor, wo ein Autokran wartete. „Es werden heute insgesamt fünf Einzelmodule in Stahlbauweise zusammengebaut“, erklärte Karin Steinmann, Architektin und Bauleiterin der Herstellerfirma Kramer, während sie die Vorgänge überwachte. „Am Ende entstehen so rund 50 Quadratmeter Bäckereifläche samt Backstube, Theke und Sitzbereich.“
Besondere Auflage wegen Bahnhofsnähe
Jedes Modul, so berichtete Steinmann weiter, wiege sieben Tonnen. „Das wird fix und fertig angeliefert, inklusive Bodenbelag und WC.“ Die Aufstellzeit betrage nur diesen einen Tag, danach könne der Ladenbau erfolgen und das Geschäft in wenigen Tagen eröffnet werden. Eine besondere Vorgabe habe es für die Variante am Bahnhof auch gegeben: „Wir mussten wegen der Nähe zum Bestandsgebäude einen erhöhten Brandschutz gewährleisten“, sagte Karin Steinmann. Was ihr wichtig war: „Es sind keine Container, es ist eher wie ein Fertighaus.“
Während auch ein Projektleiter der Deutschen Bahn die Arbeiten im Auge behielt und dokumentierte, wurde ein Modul nach dem anderen angeliefert, an seinen Platz gehoben und dann mit den vorbereiteten Anschlüssen verbunden. Am Nachmittag war das Gebäude fertig – und der Aufbautrupp zog wieder ab. Zurück blieben neugierige Passanten, die sich fragten, wer wohl in das Häuschen einzieht.