Deutscher Skisprung-Star muss Olympia-Traum endgültig begraben

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Die Olympischen Spiele 2026 stehen in den Startlöchern. Nun herrscht Klarheit über das deutsche Team. Ein Skisprung-Weltmeister muss zuhause bleiben.

Mailand / Cortina – Es sind nur noch wenige Tage, dann geht es in Mailand und Cortina wieder um die Medaillen Gold, Silber und Bronze. Bei den Olympischen Winterspielen gehört Deutschland traditionell zu den stärksten Nationen. Die Chancen auf Edelmetall im Skispringen waren schon einmal größer, denn arrivierte deutsche Stars schwächeln. Dazu gehört auch Karl Geiger, der jetzt einen herben Rückschlag verkraften muss.

Karl Geiger kommt 2025/26 überhaupt nicht zurecht.
Olympia 2026 findet ohne Karl Geiger statt. © IMAGO/Eibner-Pressefoto/Memmler

Der 32-Jährige ist seit Monaten auf Formsuche, bei der Vierschanzentournee war er kein einziges Mal in einen zweiten Durchgang gekommen. Der fünfmalige Weltmeister schien ratlos, wollte selbst gar nicht mehr hinsehen. Jetzt ist klar: Die Olympischen Spiele finden ohne ihn statt. Ein schwerer Schlag für Geiger, 2022 Bronze von der Großchancen gewinnen konnte.

Skisprung-Star Geiger verpasst Olympia

Vier deutsche Skispringer treten in Italien an: Pius Paschke, Felix Hoffmann, Philipp Raimund und Andreas Wellinger. Dabei hatte Geiger zuletzt eine ansteigende Form präsentiert, im japanischen Sapporo sprang er auf einen 14. Rang. Die halbe Olympia-Norm hatte er damit erfüllt, doch für eine Nominierung hätte er einen weiteren Platz unter den besten 15 benötigt.

„Sport ist ergebnisorientiert. Die Schwierigkeiten, die mich seit Beginn der Wintersportsaison beschäftigen, haben dazu geführt, dass ich nur eine halbe Qualifikationsnorm für die Spiele erreicht habe und dass meine Aufholjagd der letzten Wochen im wahrsten Sinne des Wortes ein paar Meter zu früh, ein paar Tage zu früh gestoppt wurde“, hatte Geiger nach dem Wettkampf in seiner Kolumne für sport.de verlauten lassen.

Geiger versuchte zudem, sich in Zweckoptimismus zu üben: „Meine Gemütslage: der Blick nach vorne, die Freude, zu Hause zu fliegen. Wenn ich die Punkte zur Optimierung weiter konsequent umsetze, kann ich bei der Heimweltmeisterschaft richtig Spaß haben und das ist jetzt das Nächste, was ich vor Augen habe.“

Wenn seine Kollegen im Februar um die Medaillen springen, bleibt ihm nur die Rolle des Unterstützers. Der zweifache Vater weiß: Womöglich hätte er noch auf den Olympia-Zug aufspringen können, wären die Wettkämpfe ein paar Wochen später angesetzt gewesen. Will er 2030 noch einmal mit dabei sein, wäre er 36. Noriaki Kasai wird darüber nur müde lächeln können. (is)

Информация на этой странице взята из источника: https://www.merkur.de/sport/wintersport/deutscher-skisprung-star-geiger-muss-olympia-traum-endgueltig-begraben-94131460.html