Ukraine-News im Ticker: Mit den Verhandlungen soll es bereits am Samstag weitergehen. Putins Armee erleidet neue Verluste. Die Lage.
Das Wichtigste in
diesem News-Ticker
- Selenskyj pocht auf Ukraine-Sicherheitsgarantien – Die Verhandlungen um Ukraine-Krieg laufen weiter.
- Ukraine weist Silvester-Angriff zurück – Moskau wirft Kiew eine Attacke auf ein Hotel vor.
- Russlands Verluste im Ukraine-Krieg steigen – Die Armee von Wladimir Putin verliert Hunderte Soldaten.
Kiew/Moskau – Fast vier Jahre nach Beginn des Ukraine-Kriegs bleibt die Frontlinie über Hunderte von Kilometern weitgehend erstarrt. Dennoch verzeichnet das Analyseteam Deepstate, welches dem ukrainischen Militär nahesteht, russische Gebietsgewinne: Im vergangenen Jahr eroberten Moskaus Streitkräfte insgesamt 4336 Quadratkilometer ukrainischen Territoriums. Dies macht 0,72 Prozent der Landesfläche aus. Seit Beginn des Jahres 2023 besetzten Wladimir Putins Truppen nach diesen Angaben 7463 Quadratkilometer.
Unterdessen setzt der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj seine Bemühungen um Friedensverhandlungen fort – ebenso wie US-Präsident Donald Trump. Laut Deutscher Presse-Agentur (dpa) sind in den nächsten Tagen weitere Beratungen zwischen amerikanischen, europäischen und NATO-Vertretern geplant. „Das Wichtigste sind die Sicherheitsgarantien für die Ukraine“, erklärte Selenskyj in einer Videoansprache am 1. Januar. „Politisch ist fast alles vorbereitet, und es ist wichtig, jedes Detail zu klären, wie die Garantien in der Luft, zu Lande und zu Wasser funktionieren werden, wenn es uns gelingt, den Krieg zu beenden“, so der Präsident weiter. Moskau lehnt jedoch trotz verschiedener Vorschläge nach wie vor einen Waffenstillstand ab.
Transparenzhinweis
Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Selenskyj pocht auf Ukraine-Sicherheitsgarantien
Für die Zusammenkunft der nationalen Sicherheitsberater am Samstag (3. Januar) in Kiew hätten 15 Staaten sowie Vertreter von EU und NATO ihre Teilnahme bestätigt. Das US-Team werde per Video zugeschaltet, teilte Selenskyj mit. Für den 5. Januar seien Beratungen auf der Ebene der Generalstabschefs vorgesehen, gefolgt von einem Gipfeltreffen der „Koalition der Willigen“ am Dienstag (6. Januar). Die Ukraine rüste sich für konstruktive Gespräche, betonte Selenskyj.
Zudem berichtete Selenskyj von einer Reise seines Chefunterhändlers Rustem Umjerow in die Türkei, mit dem Zweck, den Gefangenenaustausch wieder in Gang zu bringen. „Wir brauchen diese Unterstützung, um unsere Ukrainer aus russischer Gefangenschaft nach Hause zu holen“, betonte der Präsident. Nach intensiven Aktivitäten im Jahr 2025 seien die Austausche kürzlich ins Stocken geraten.
Ukraine weist Silvester-Angriff zurück
Außerdem wies die Ukraine einen mutmaßlichen Silvester-Angriff auf ein russisches Hotel zurück. „Die ukrainischen Verteidigungskräfte halten sich an das humanitäre Völkerrecht und führen ausschließlich Angriffe gegen militärische Ziele des Feindes, Einrichtungen des russischen Brennstoff- und Energiesektors und andere legitime Ziele durch, mit dem Ziel, das militärische Potenzial des Aggressorstaates zu verringern“, so ein ukrainischer Militärsprecher laut Ukrainska Pravda. Es handle sich um einen erneuten Versuch, die Ukraine-Verhandlungen zu beeinträchtigen.
Russland beschuldigte die ukrainischen Streitkräfte, ein Hotel auf einer Halbinsel im russisch besetzten Gebiet der südukrainischen Region Cherson attackiert zu haben. Wladimir Saldo, der von Russland ernannte Gouverneur von Cherson, meldete über den Nachrichtendienst Telegram mindestens 24 Todesopfer und „Dutzenden“ Verletzte. Eine unabhängige Bestätigung dieser Angaben ist nicht möglich; im Internet verbreitete Bilder sollen das zerstörte Hotel zeigen – jedoch ist unklar, wann die Aufnahmen entstanden sind.
Russlands Verluste im Ukraine-Krieg steigen
Derweil nehmen Russlands Verluste im Ukraine-Krieg weiter zu. In den vergangenen 24 Stunden verlor Putins Armee nach ukrainischen Angaben 910 Soldaten, sechs Panzer und 42 Artilleriesysteme. Zusätzlich habe Moskau zwei Mehrfachraketenwerfer verloren; außerdem seien 590 Drohnen abgeschossen worden, meldete Kiew. Diese Zahlen können unabhängig nicht überprüft werden. (red mit Agenturen)